Nicht weniger als 1 Millionen Kunden haben sich bereits am ersten Verkaufswochenende den Nachfolger geholt. Der Andrang war sogar dermaßen groß, dass zeitweise Server von Netzbetreibern zusammengebrochen sind. Wesentlich unspektakulärer ist es um die Optik bestellt, denn nur bei genauerem Hinsehen sind Unterschiede gegenüber dem Vorgänger erkennbar. So erstrahlen alle Tasten und Abdeckungen nunmehr im silbernen Metall-Look. Die Rückseite ist hingegen rabenschwarz und abgerundet. Durch den Wegfall der Metallrückseite ist die 3G-Version leichter geworden (7 Gramm) und liegt sehr gut in der Hand.
Mehr Speed!
Im Mittelpunkt der Ausstattungszuwächse steht natürlich die UMTS/HSDPA-Technologie, durch die sich die Datenbandbreite deutlich erhöht. Wie gut das funktioniert, merkt der Nutzer sofort beim Surfen im Internet. So werden aufwändige Seiten rund 30 Sekunden (!) schneller geladen. Richtig flott ist auch die Navigation auf der Basis von Google Earth. Durch den neuen GPS-Empfänger ermittelt das
iPhone 3G zackig den eigenen Standpunkt. Die Routenführung kommt zwar ohne Sprachunterstützung aus, zur Orientierung eignet sich dieser Dienst aber prima. Das restliche Ausstattungsprogramm ist bereits vom „Original“ her bekannt. Ärgerlich nur, dass nach wie vor das Bluetooth-Stereo-Profil nicht unterstützt wird.
Gaming Maschine
Mit der Markteinführung der 3G-Version hat auch das Zeitalter des App Stores begonnen. Über diesen lassen sich (endlich!) Applikationen jeglicher Art auf das iPhone laden - auch von Drittherstellern! Dadurch verwandelt sich das iPhone in eine hochwertige Spielhölle. Erste Titel wie Crash Bandicoot verdeutlichen dabei zwei Aspekte: Erstens sind die Spiele grafisch um Längen besser als herkömmliche Handygames. Zweitens müssen die Spiele speziell für das iPhone programmiert werden, da die Steuerung ausschließlich über den Touchscreen und Bewegungssensor erfolgt. Titel wie die ultra-harte Geschicklichkeitsprobe Super Monkey Ball beweisen, dass daraus ein völlig neues Spielerlebnis resultiert.
Enttäuschender UMTS-Empfang
Um es auf den Punkt zu bringen: In technischer Hinsicht offenbart das
iPhone 3G einige Schwächen. So ist das tägliche Aufladen Pflicht, wenn Sie das Smartphone intensiver nutzen. Eine Rufbereitschaft von gut zwei Tagen wird nur dann erreicht, wenn Sie das Gerät als reine Schreibtisch-Zierde verwenden. Noch störender ist es um den UMTS-Empfang bestellt. Der ist dermaßen schwach auf der Brust, dass das Apple iPhone bereits auf geschlossene Räume sensibel reagiert. Ein voll gestreckter Empfangsbalken ist - unglaublich aber wahr - eher die Ausnahme. Mit der Sprachqualität kann er/sie hingegen gut leben. Zwar sind die Stimmen nicht die natürlichsten, unter dem Strich funktioniert der Dialog aber einwandfrei.
Spieletests fürs iPhone
Airgamer testet die wichtigsten Spiele für das iPhone. Eine Übersicht über die bereits getesteten iPhone Spiele gibt es
hier.
[VT] 17.07.2008
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