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Desire 500
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Farbwahl

HTC Desire 500

Die Taiwaner bieten diesen Android-Vertreter in mehreren Farbvariationen an.

In der jüngeren Vergangenheit haben die Taiwaner des Öfteren bewiesen, dass sie nicht nur konservative Smartphones in Schwarz bauen können. Das Desire 500 ist betont jugendlich, weswegen es gleich drei Farbvariationen gibt: Weiß/Türkis, Weiß/Rot und Schwarz. Im Zusammenspiel mit dem typischen Unibody-Look sieht dieser Fernöstler richtig schick aus. Eine Sache muss allerdings kritisiert werden: Da es keine Einkerbung für den Finger gibt, ist es schlichtweg eine Quälerei, die Rückseite zu entfernen, um an die Slots zu gelangen. Dafür ist aber der Akkublock nicht fest verbaut. Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung, wobei aber der Akkudeckel Spielraum hat und festeren Druck daher mit lauten Knarzgeräuschen quittiert. Dafür löst stärkerer Druck auf das Displayglas (kein Plastik!) keine unschönen schwarzen Stellen aus. Das Display selbst ist 4,3 Zoll groß und weist eine Auflösung von 480 × 800 Pixeln auf. Alles andere als Topwerte also, doch für das Format ist das ausreichend. Wenn man ein bisschen mit der Helligkeit herumspielt, ist die Qualität absolut in Ordnung, denn dank Super LCD2-Technologie kitzeln die Macher eine vernünftige Brillanz und gute Schärfe aus dem Touchscreen.

Multimedia bleibt unter sich

Schade: Das Auslesen der Audio/Video-Daten via HDMI-Ausgang ist leider nicht möglich. Dafür ist aber das restliche Android-Programm auf höherem Niveau am Start. Erwähnenswert ist aber vor allem der opulent bestückte 8-Megapixel-Knipser, der flink arbeitet und bei Tageslicht Schnappschüsse mit einer beeindruckenden Tiefenschärfe liefert. Der LED-Blitz lässt sich bei widrigen Lichtverhältnissen zudem über fünf Blitzstufen automatisch an den Abstand zum Aufnahmeobjekt anpassen. In der Praxis präsentierte sich der Autoblitz aber leider als ziemlich faul, sodass man des Öfteren manuell nachhelfen musste. Dennoch: In der Mittelklasse liefert dieses Smartphone derzeit mit die besten Fotos. Übrigens: Eine Frontkamera mit 1,6 Megapixeln ist in dieser Preisklasse auch alles andere als Standard. Gut für mobile Arbeiter: Im Ordner „Produktivität“ befinden sich allerlei nützliche Anwendungen wie Polaris Office und auch eine Taschenlampe ist ab Werk dabei. Ein UKW-Radio fehlt hingegen.

Keine spürbare Quad Core-Leistung

Ein weiteres cooles Komfort-Feature ist der „BlinkFeed“, der im Stile von Flipboard News in grafischer Form aus Themenbereichen eigener Wahl liefert – natürlich inklusive sozialer Netzwerke. Schiebt man den Screen zur Seite, präsentiert sich wieder das normale Android auf 4.1.2-Niveau. Das Personalisieren mit eigenen Apps und Widgets findet hier ganz normal statt. Schade nur, dass das wichtige Widget zum Kontakt-Direktanruf auch bei diesem Smartphone fehlt. Ansonsten überzeugt die Handhabung vor allem durch ein tolles Surferlebnis, denn Seiten werden schnell aufgebaut und das Stupsen und Zoomen läuft glänzend über die Bühne. Bei aufwendigen 3D-Games stößt das Gerät allerdings hier und da an seine Grenzen, was angesichts der Bestückung mit einem Quad-Core-Prozessor ein wenig überrascht. Der Umstand, dass nahezu alle physischen Tasten eliminiert wurden, ist für die Handhabung auch nicht hilfreich. Lediglich ein kleiner Knopf an der Gehäusespitze beendet den Standby-Modus und eine Kamerataste gibt es ebenfalls nicht. HTC sollte hier ruhig umdenken.

Wenig Akkupower

Auch in der 300-Euro-Preisklasse scheinen Quad-Core-Chips immer stärker Einzug zu halten. Snapdragon 200 (MSM 8225Q) heißt der Motor, der mit 1,2 GHz getaktet ist und von einem Gigabyte Arbeitsspeicher unterstützt wird. Da es sich aber um einen abgespeckten Ableger aus der Snapdragon-200-Serie handelt, werden keine Performance-Rekorde gebrochen. Im Alltag fällt das nicht weiter auf, das Arbeitstempo ist durchgehend flüssig und auch das kinetische Scrolling und Zoom-Effekte gehen butterweich von der Hand. Weniger schön ist es um die Akkuleistung gestellt, denn nach drei bis maximal vier Tagen ist bereits Schluss – und auch nur dann, wenn sich Nutzung auf Telefondienste beschränkt. Tipp: Unbedingt die Energiesparoptionen aktivieren – dann ist eine längere Nonstop-Nutzung möglich. Beim Telefonieren fällt die Sprachqualität weder sonderlich positiv noch besonders negativ auf. Stimmen erreichen zwar kein Festnetz-Niveau, doch Nebengeräusche hat der Funker gut im Griff und die Übertragung ist ausreichend laut. Der große Mono-Lautsprecher leistet ebenfalls einen durchschnittlichen Job – auch beim Freisprecher. Dank Beats Audio-Technologie macht Musikhören über ein entsprechendes Headset dafür aber richtig Spaß.

[US]

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Airgamer Handy Test - Wertung

Pro
bullet Guter Touchscreen
bullet Gelungenes Designkonzept
bullet Hochwertige Kamera

Contra
bullet Sperriger Akkudeckel
bullet Keine hilfreichen physischen Tasten
bullet Mäßige Rufbereitschaft

Fazit
Preis und Optik dürften gut bei der jüngeren Zielgruppe ankommen.


Einzelwertungen
Touchscreen
gut
Tastatur
---
Display
gut
Grafikleistung
gut
Sound
befriedigend


Kategorie
Google Android Smartphones

Hersteller
HTC

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ulf Schneider

HTC hat dank des viel gelobten One nochmals die Kurve bekommen. Das liegt auch am tollen Blinkfeed-Dienst, der ein klares Alleinstellungsmerkmal darstellt. Das Desire 500 ist zwar nicht so ein Bomber, da preislich Kompromisse eingegangen werden mussten, hat aber dank peppiger Schale, toller Kamera und guter Allrounder-Qualitäten berechtigte Chancen, sich auf dem hart umkämpften TK-Markt zu behaupten. Allerdings sollten die Taiwaner den Schwerpunkt mehr auf Akkuleistung legen. Und: Das komplette Eliminieren von physischen Tasten auf der Frontseite ist schlichtweg nicht gut für die Handhabung.

»Bis auf die müde Akkuleistung ein runder Smartphone-Vortrag!«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
13,2 x 6,7 x 1,0
5,7 x 9,4 cm
480 x 800 Pixel
123 Gramm
Ca. 3 GB plus microSD

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