Denkt man an HTC, denkt man unmittelbar an Smartphones. In der Tat waren es die Taiwanesen, die seit der Stunde Null fleißig PDA-Phones produzierten. In den Anfangsjahren allerdings noch inkognito als reine Netzbetreiber-Auftragsarbeiten. Das ist mittlerweile Vergangenheit, denn HTC braucht sich nicht mehr zu verstecken. Das würde im Falle des HD2 auch ziemlich schwer fallen, denn der Touchscreen ist schon recht mächtig, wobei aber die Bautiefe von nur 11 mm das Smartphone dennoch elegant erscheinen lassen. Ebenfalls positiv: Das HD2 mutet wie aus einem Block gefräst an - lediglich die Kameralinse guckt etwas hervor.
Bill Gates Liebling
Das
HD2 wird von Windows Mobile 6.5 organisiert und ist damit eine Business-Maschine mit entsprechendem Equipment. Office-Dokumente lassen sich größtenteils sogar editieren, gleich zwei Browser sorgen im Zusammenspiel mit HSDPA oder W-LAN für mobiles Surfvergnügen und E-Mail-Management ist für das
HD2 reinstes Kinderspiel. Der Taiwanese kann aber auch gut unterhalten. Dank einer ordentlichen 5-Megapixel-Kamera, einem Audio/Video-Player und Radio sowie der Unterstützung aller wichtigen sozialen Internet-Plattformen ist für Kurzweil gesorgt.
Referenz-Touchscreen
Der Touchscreen ist die reinste Show! Mit den Traummaßen von 5,6 x 9,3 cm und einer Auflösung von 480 x 800 Pixel gehört er zu den Besten seiner Zunft – so macht Surfen richtig Laune! Insbesondere, weil dank der Nutzeroberfläche Sense auch Multitouch-Eingaben möglich sind. Glücklicherweise wurde der biedere Windows-Mobile-Look komplett wegoperiert. Die einblendbare Volltastatur lässt sich dank des XXL-Touchscreens besonders geschmeidig bedienen – alles per Fingerkraft versteht sich. Im Bereich Sound schlägt sich das
HD2 leider nicht so gut, wie man es angesichts des mächtigen Resonanzkörpers erwartet hätte. Unter dem Strich aber eine vernünftige Leistung
1A-Performer
Eine weitere Stärke des
HD2 ist die sehr gute Performance. Kein Wunder: Schließlich steckt ein 1GH-Prozessor unter der Haube. Ernüchternd ist hingegen die Akkuleistung. Nur disziplinierte Nutzer halten den Taiwanesen mehrere Tage am Stück am Leben. Wer hingegen das Leistungsspektrum regelmäßig nutzt, muss täglich nachladen. Bei Telefonaten stören zudem die regelmäßigen Zischgeräusche. Unter dem Strich klingt der Gesprächsteilnehmer leider wieder einmal viel zu blechern. Auch die Empfangsleistung kann nicht überzeugen. Während im D-Frequenzband immerhin durchschnittliche Werte erzielt werden, werden E-Netzler in schwach versorgten Regionen schnell in Stich gelassen.
[VT] 29.01.2010
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