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Honor 3C
Handytest

Das Günstige aus China

Huawei Honor 3C

Chinesische Hersteller machen derzeit den Platzhirschen aus Korea das Leben schwer. Bestes Beispiel dafür ist das Honor 3C aus dem Hause Huawei. Für 140 Euro bekommt man hier erstaunlich viel Smartphone geboten.

Chinesische Hersteller machen derzeit den Platzhirschen aus Korea das Leben schwer. Bestes Beispiel dafür ist das Honor 3C aus dem Hause Huawei. Für 140 Euro bekommt man hier erstaunlich viel Smartphone geboten. Diese Erkenntnis keimt schon beim Betrachten des Äußeren auf. Den niedrigen Preis sieht man dem Honor 3C nämlich kaum an. Das Smartphone ist zwar weit davon entfernt, edel zu sein, mit einigen Modellen von Samsung kann es aber durchaus mithalten. Kunststoff und Glas sind gut miteinander verbunden, sodass die Haptik keinen Grund zum Meckern liefert. Zu große Spaltmaße oder knarzende Bauteile sucht man ebenfalls vergeblich. Spielt man ein wenig mit dem Chinesen herum, wünscht man sich allerdings eine Fett abweisende Beschichtung für die Front. Diese zieht Fingerabdrücke massiv an.

Sieht gut aus

Das Display darunter weiß dafür zu überzeugen. Auf 5 Zoll versammeln sich beim Honor 3C 1.280 x 720 Bildpunkte, die für eine durchaus ansehnliche Darstellung sorgen. Die Beleuchtung kann stufenlos geregelt werden und reicht von angenehm dunkel bis sehr hell. Dass im Freien nichts mehr zu erkennen ist, braucht man also nicht zu befürchten. Erstaunlicherweise kann die 8-Megapixel-Kamera ebenfalls gute Ergebnisse liefern – keine Selbstverständlichkeit bei Geräten dieser Preisklasse. Die Bilder wirken zwar teilweise etwas übersättigt, können sich ansonsten aber sehen lassen. Selbst bei schwindendem Licht schwächelt das Honor 3C im Gegensatz zur ähnlich günstigen Konkurrenz nicht sofort. Erst wenn die Umgebung wirklich düster wird, drohen die Aufnahmen zu Pixelbrei zu geraten.

Chip von gestern, Android von vorgestern

Dass man für 140 Euro kein Spitzensmartphone erwarten darf, muss natürlich ebenfalls klar sein. Zu den notwendigen Einschränkungen zählt der Speicher, dessen Fassungsvermögen ab Werk bei nur knapp 5 GB liegt. Verbaut wurden eigentlich 8 GB, ein Teil dafür bleibt jedoch dem Betriebssystem vorbehalten und entzieht sich so dem Zugriff des Nutzers. Der Hersteller wirkt dem drohenden Speichermangel mit einem Einschub für bis zu 32 GB große Speicherkarten entgegen, der sich unter dem abnehmbaren Akkudeckel befindet. Wirft man dort einen Blick hinein, fallen außerdem zwei SIM-Slots auf, die den gleichzeitigen Betrieb zweier Nummern erlauben. In Sachen Rechenleistung setzt das Smartphone keine Maßstäbe. Der Prozessor des Honor 3C stammt von Mediatek und reiht sich trotz seiner vier Kerne nur in der Einstiegsklasse ein. Zu mehr genügen 1,3 GHz und eine Mali 400-GPU heute nicht mehr. In Kombination mit 2 GB RAM und der schlanken Emotion UI sorgt der Chip dennoch für eine akzeptable Performance, die selbst bei 3D-Spielen nicht einknickt. Die höchste Detailtiefe darf man aber nicht erwarten. Etwas ärgerlich: Als Betriebssystem verwendet Huawei noch Android 4.2 - aktuell ist anders.

Laufzeit und Klang überzeugen

Darüber hinaus müssen Käufer des Honor 3C auf technische Spielereien wie NFC verzichten. Auch Infrarot gibt es nicht. Schwerer dürfte allerdings das Fehlen von LTE wiegen, wodurch das Smartphone nur mit HSPA+ ins Netz gehen kann. Downloads laufen zwar auch so zügig, seit der Einführung von 4G-Netzen wurde die Abdeckung hier aber kaum noch verbessert. Ob dieses Manko eventuell auch eine gute Seite hat, lässt sich mit Blick auf die Akkulaufzeit nicht genau sagen. In jedem Fall kommt man mit dem 2.300 mAh-Saftspender gut über den Tag. An der Klangqualität beim Telefonieren gibt es ebenfalls wenig zu kritteln. Gesprächspartner klingen nicht immer natürlich, sind dank einer recht hohen Lautstärke dennoch gut zu verstehen.

[RW]

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Pro
bullet Niedriger Preis
bullet Ordentliche Verarbeitung
bullet Ausreichende Geschwindigkeit
bullet Gutes Display

Contra
bullet Veraltetes Android
bullet NFC, Infrarot, LTE fehlt

Fazit
Viel Leistung für wenig Geld.


Einzelwertungen
Touchscreen
gut
Tastatur
---
Display
gut
Grafikleistung
befriedigend
Sound
gut


Kategorie
Google Android Smartphones

Hersteller
Huawei

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Wer kein teures, aber ein brauchbares Gerät sucht, legt seine 140 Euro beim Kauf des Honor 3C definitiv gut an. Die Verarbeitung, das Display, die Kamera und die Performance wissen zu überzeugen, während einzelne Schwächen wie die Fingerabdruckanfälligkeit und das fehlende LTE verschmerzbar sind. Wer Gefallen an dem günstigen Chinesen gefunden hat, kann also unbesorgt zuschlagen.

»Gut angelegte 140 Euro!«

Zusatzinformationen

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14 x 0,72 x 0,9
6,1 x 11 cm
720 x 1.280 Pixel
140 Gramm
8 GB (4,7 GB verfügbar)

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