Der Android-Club wird immer größer und somit auch der Druck, vor allem auf Nokia und Microsoft, im Wettkampf um Marktanteile im Handybetriebssystem-Markt entsprechend zu reagieren. Mit 329 Euro ist das GW620 ziemlich günstig, denn das Android-Smartphone bietet auch eine Qwertz-Tastatur. Dafür müssen die Nutzer eine Bautiefe von 1,6 cm in Kauf nehmen. Überhaupt ist der Koreaner nicht wirklich ein Schönling, sondern eher eine optisch nüchterne Business-Maschine. Dafür kann die Verarbeitungsqualität überzeugen, denn hier wackelt nichts und alles fühlt sich robust an.
Ausstattungslücken
Durch das Update Android 1.5 gehören elementare Dinge, wie das Diktiergerät oder ein UKW-Radio zwar endlich zum Standardprogramm dazu, doch immer fehlen noch wichtige Dinge. Dazu gehören unter anderem Situationsprofile und ein reibungsloser Outlook-Abgleich. Außerdem muss man einen Google-Account anlegen, denn ansonsten bleiben dem Nutzer viele Business-Dienste vorenthalten. Ansonsten ist das
GW620 aber prima ausgestattet: Das schnelle Datentrio UMTS/HSPA/W-LAN ist ebenso vorhanden, wie alle wichtigen Organizer-Funktionen, ein GPS-Empfänger, Stereo-Bluetooth, Audio/Video-Player sowie eine durchschnittliche 5-Megapixel-Kamera. Dank einer 1GB microSD-Speicherkarte ist zudem für ausreichend Flexibilität gesorgt.
Kein „Lichtblick"
Über das Display lässt sich nur Gutes berichten: ausreichend groß, gute Auflösung sowie eine ordentliche Brillanz. Bei der Qwertz-Tastatur ist das Bild hingegen geteilt. Die Tastatur ist zwar ausreichend groß und die Knöpfe reagieren präzise, doch bei Tageslicht lassen sich die Tasten durch die gewählte Hintergrundbeleuchtung nur schwer erkennen. Noch schlimmer: Die Sensortasten provozieren unfreiwillige Eingaben geradezu. Das Fehlen von Tasten zum Betätigen und Beenden eines Anrufes sorgt in diesem Fall für einen schlechten Bedienungsfluss.
Starker Akku
Dafür hat der Akku seinen großen Auftritt. Selbst bei häufigen Telefonaten ist eine Rund-um-die-Uhr-Rufbereitschaft von sechs Tagen locker drin – davon können iPhone-Nutzer nur träumen. Die Verständigung mit dem Fernöstler klappt ebenfalls gut. Die Stimmen sind präsent und Nebengeräusche treten nur selten auf. Eine leicht metallische Einfärbung kann aber auch dieses Mobiltelefon nicht verhindern.
Bei der Empfangsleistung gibt es Licht und Schatten. Während sich D-Netzler über steile Balken freuen, bricht der Empfang im E-Netz auffällig schnell ab. In ländlichen Gefilden könnte es daher schnell eng werden.
[VT] 15.03.2010
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