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Optimus L7 II
Handytest

Zweiter Aufguss?

LG Optimus L7 II

Das Flaggschiff der zweiten Generation der L-Serie geht auf Kundenfang.

LG mochte schwarz eigentlich schon immer und hat sogar eine Kollektion danach benannt. Auch das Optimus L7 II nutzt neben der weißen Variante schwarzen Klavierlack, das im Zusammenspiel mit silberfarbigen Applikationen für einen edlen Touch sorgt - wenngleich auch nicht sonderlich einfallsreich. Doch es gibt ein nettes Detail: Die Home-Taste unterhalb des Displays leuchtet je nach Konfiguration in unterschiedlichen Farben - nützlich und zumindest ein kleiner Hingucker. Angesichts der günstigen Preisklasse darf man keinen teuren Materialeinsatz erwarten und so ist es auch nicht überraschend, dass dieser Koreaner ein reiner Plastikbomber ist. Die Verarbeitungsqualität ist zwar grundsätzlich okay, doch der dünne Akkudeckel und der nicht sonderlich ausgeprägte Schutz vor Druckstellen auf dem Display machen klar, dass der Nutzer größere Stürze besser vermeiden sollte. Das 4,3-Zoll-Display selbst nutzt die bewährte IPS-Anzeige und liefert nur 480 x 800 Pixel. Hier wird offensichtlich, wo der Rotstift angesetzt wurde. Allerdings wirkt das Bild nicht grobpixelig, die Brillanz geht in Ordnung und die Helligkeit ermöglicht auch bei Tageslicht eine gute Lesbarkeit - insgesamt eine solide Vorstellung.

Müder Camcorder

Neben den Android-Standards sticht vor allem die App „Quick-Memo“ als exklusives LG-Gimmick hervor. Damit kann der Nutzer schnell eine Notiz per Finger auf dem Touchscreen kritzeln - nützlich! Die 8-Megapixel-Kamera im Optimus L7 II ist ausreichend schnell und weist alle notwendigen Ausstattungsmerkmale auf, die ein Knipser braucht. Qualitativ spielt es jedoch nicht der ersten Riege mit. Insgesamt sind die Farben zu flach, der Blaustich zu stark und bei Kunstlicht und weiteren Entfernungen verschwimmen die Schnappschüsse schnell - bestenfalls durchschnittliche Performance. Der Camcorder weist zudem nur eine Auflösung von 480 x 720 Pixeln auf, was anno 2013 eine eher schwache Leistung ist. Der Rotstift wurde radikal angesetzt. Dafür gibt es aber die Nahfunktechnik NFC, wobei bei den Datenschnittstellen kein HSPA+-Tempo möglich ist. Der Speicherplatz ist mit rund 1,8 GB darüber hinaus recht limitiert, sodass der Griff zu einer microSD-Karte unvermeidbar ist.

Personalisierung plus X

Reden wir an dieser Stelle nichts über Grundsätzliches, sondern über Details - und die sind klein aber fein. Android 4.1.2 mit LG Optimus UI 3.0 organisiert das Bedienungskonzept zwar standesgemäß, doch flankiert wird das Software-Duett zusätzlich durch eine linke, frei konfigurierbare Taste. Durch diesen physischen Knopf hat der Nutzer direkten Zugriff auf eine gewünschte Funktion. Eine zuletzt in vergessene geratene Idee, die aber immer noch praktisch ist. Auch der Home-Button auf der Frontseite ist nützlich, denn Helligkeit und Funktionalität der Taste lassen sich im Einstellungsmenü anpassen, sodass man kein Ereignis mehr verpasst. Schade nur, dass der Druckpunkt und das Arbeitstempo insgesamt nicht die Besten sind. Tippen auf der digitalen QWERTZ-Tastatur klappt hingegen recht ordentlich, was auch an der intelligenten Eingabehilfe liegt, die viele Fehler automatisch ausbügelt.

Belastbarer Akku

Der Qualcomm MSM8225 Snapdragon-Prozessor arbeitet mit zwei Kernen, 1-GHz-Taktung und weist einen Arbeitsspeicher von 768 MB auf. Das reicht für tägliche Routinearbeiten, stößt aber bei aufwendigen 3D-Games auch an die Grenzen. Das Öffnen von einigen Anwendungen könnte zudem schnell gehen und das kinetische Scrolling ist nicht gerade butterweich. Der Akku weist eine klare Stärke auf: Unter Dauerbelastung hat der Stromspender richtig viel Puste, was ein klares Kaufargument für Dauertelefonierer und Mobilgamer ist. Die Rufbereitschaft bei moderater Nutzungsintensität liegt hingegen bei „nur“ vier vollen Tagen - auch kein schlechter Wert. Telefonieren mit dem Koreaner macht durchaus Laune, denn in der Regel klingen Stimmen ausreichend laut und recht klar. Dumpfe Verbindungen mit Nebengeräuschen sind eher die Ausnahme. Über den Mono-Lautsprecher ist die Klangqualität hingegen sehr begrenzt, da der Sound bassarm und grell tönt. Der Freisprecher ist entsprechend schwach auf der Brust. Zumindest via Headset ist die Klangqualität des Optimus L7 II in Ordnung, reicht jedoch nicht ganz an das Niveau eines MP3-Players heran.

[US]

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Pro
bullet Günstiger Preis
bullet Ordentliche Sprachqualität
bullet Konfigurierbare Zusatztaste

Contra
bullet Geringer interner Speicherplatz
bullet Schwacher Lautsprecher
bullet Keine optimale Performance

Fazit
Für rund 200 Euro eine runde Android-Vorstellung.


Einzelwertungen
Touchscreen
gut
Tastatur
---
Display
befriedigend
Grafikleistung
befriedigend
Sound
ausreichend


Kategorie
Google Android Smartphones

Hersteller
LG

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ulf Schneider

Es fällt auf, dass auch günstige Einsteiger-Smartphones immer besser werden. Das Ausstattungsniveau ist dabei nur ein Aspekt, denn auch im Bereich Messwerte und Bedienungskonzept erreichen selbst Geräte der 200-Euro-Preisklasse mittlerweile ein erstaunliches Niveau. So auch das Optimus L7 II, das keine gravierende Schwachpunkte aufweist. Dass im Bereich Sound, Speicherplatz, Kamera und Performance gespart wurde, ist angesichts des geringen Online-Preises nur eine logische Konsequenz.

»Technisch stark und vorbildlich bedienbar!«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
12,1 x 6,7 x 1,0
5,6 x 9,4 cm
480 x 800 Pixel
121 Gramm
Ca. 1,8 GB plus microSD

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