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Moto G
Handytest

Motorolas Neustart für Europa

Motorola Moto G

Von Motorola war in Europa seit der Übernahme durch Google wenig zu sehen. Mit dem Moto G hat man sich nun zurückgemeldet und liefert solide Smartphone-Kost ab.

Das Moto G wird schon für unter 200 Euro angeboten und gehört damit eigentlich zu den Einsteigern. So richtig spürbar ist das glücklicherweise nicht, wenn man das Gerät in die Hand nimmt. Klar, mit 11,6 Millimeter Tiefe ist es deutlich dicker als aktuelle Top-Geräte, die gute Verarbeitung bewahrt das Gerät aber davor, billig zu wirken. Beim Design hätte Motorola sich dafür etwas mehr ins Zeug legen können, damit das Moto G nicht ganz so unscheinbar daherkommt. Manche Nutzer werden deshalb wohl dankbar sein, dass die schwarze Kunststoffrückseite gegen andersfarbige Abdeckungen ausgetauscht werden kann.

Solide Knipse

Der einzige Blickfang auf der Rückseite des neuen Motorolas ist der LED-Blitz und die Kamera-Aussparung. Dahinter verbirgt sich ein Objektiv mit 5-Megapixel-Sensor, das seine Arbeit größtenteils gut macht. Bei Tageslicht sind die Bilder ausreichend scharf, bei Dunkelheit nicht übermäßig verrauscht. Erreicht wird das durch Weichzeichnung, was sich dann leider bei der Bildschärfe bemerkbar macht. Wirklich überzeugend ist dafür die Farbwiedergabe. In diesem Punkt muss sich das Moto G nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Endlich sehen auch Einsteiger scharf

Lob hat sich Motorola auch für das Display verdient. Die Amerikaner verbauen ein 4,5 Zoll großes LCD-Panel mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln. In Zeiten von Full HD-Anzeigen klingt das etwas mager, ist aber erstens eine absolute Ausnahme in dieser Preisklasse und zweitens dank der im Vergleich zu den Spitzenmodellen geringeren Fläche immer noch sehr scharf. Die Pixeldichte liegt bei 327 ppi und damit auf einem Niveau, bei dem einzelne Bildpunkte im Grunde nicht mehr erkennbar sind. Die ins Display integrierte Berührungssensorik arbeitet tadellos und ermöglicht es, das vorinstallierte – und kaum veränderte – Android 4.3 widerstandslos zu dirigieren. Dass Google hier die Finger im Spiel hat, soll sich mit Blick auf Updates übrigens lohnen. Motorola hat versprochen, zeitnah eine Aktualisierung auf Android 4.4 zu liefern. In der Prä-Google-Ära hätte man darauf wohl lange warten können. Etwas ärgerlich ist dagegen, dass Google seine Anti-Speicherweiterungspolitik durchgesetzt hat. Bei der günstigeren Version mit 8 GB Speicher muss man bei Apps und Medien dadurch durchaus wählerisch sein.

Es muss nicht immer Snapdragon 800 sein

Damit Android samt Apps auf dem Moto G flüssig läuft, haben die Amerikaner einen Quad-Core-Prozessor der Snapdragon 400-Reihe verbaut. Eckdaten sind hier eine Taktrate von 1,2 GHz, ein 1 GB großer Arbeitsspeicher und eine Adreno 305-GPU – damit hätte sich das Smartphone vor einem Jahr noch in der Oberklasse eingereiht und macht dementsprechend auch heute noch eine gute Figur. Sei es bei komplexen Webseiten, bei Full HD-Videos oder 3D-Spielen, das Moto G liefert ausreichend Leistung. Der Chip hat jedoch nicht nur Vorzüge, was sich beispielsweise in der fehlenden Unterstützung für LTE äußert. Die mobile Datenübertragung läuft hier über HSPA mit maximal 21,1 MBit/s. Damit ist der Motorola-Neuling in gut ausgebauten UMTS-Netzen sicher ausreichend schnell, gerade in Regionen, wo als Alternative zu LTE nur Edge geboten wird, ist das aber nur ein schwacher Trost.

Gute Laufzeit, guter Klang

Positiv fällt dafür die Akkulaufzeit auf. Motorola stattet das Moto G mit einem 2.070 mAh fassenden Energiespender aus, der das Gerät bei Dauertelefonaten bis zu elf Stunden versorgen kann. Die Leistung als Telefon ist dabei durchaus solide. Sowohl bei Gesprächen in Mobilfunknetze als auch das Festnetz traten in unseren Tests keine nennenswerten Probleme auf.

[RW]

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Fazit
Gelungene Rückkehr


Einzelwertungen
Touchscreen
sehr gut
Tastatur
---
Display
gut
Grafikleistung
gut
Sound
gut


Kategorie
Google Android Smartphones

Hersteller
Motorola

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Motorola hat sich mit der Rückkehr nach Europa Zeit genommen und präsentiert nun einen äußerst attraktiven Einsteiger. Betrachtet man das Gesamtpaket, gibt es derzeit wohl kaum ein Gerät, das ähnlich viel für das gleiche Geld liefert. Der knappe Speicherplatz ist für mich allerdings ein echtes Haar in der Suppe. Da schon nach der Inbetriebnahme nur noch knapp 5,5 GB zu Verfügung stehen, muss leider so manche App und manches Album draußen bleiben.

»Gutes Smartphone mit leichten Schwächen«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
12,9 x 6,6 x 1,16
5,6 x 9,9 cm
720 x 1.280 Pixel
143 Gramm
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