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Handytest

Kompakter Sparfunker

Nokia 2330 classic

Kleiner Barrenfunker mit großem Auftritt? Dieser Finne möchte der Einsteigerklasse neue Impulse geben.

Das Geschäft mit den Prepaid-Funkern ist ein ganz eigener Handy-Kosmos. Denn in diesem Bereich muss höchst präzise kalkuliert werden, wie viel Komfort möglich ist, um eine preisliche Schmerzgrenze nicht zu überschreiten. Im Falle des 2330 classic sind es rund 59 Euro. Was ist da heutzutage möglich? Klare Antwort: Alles was wichtig ist, aber auch kaum etwas mehr. Diverse Organizer-Funktionen, Bluetooth, Radio und Empfang im D- und E-Netz, das ist die spärliche Visitenkarte des Finnen. Okay, eine Kamera ist auch unter der Haube, doch die beherrscht gerade einmal VGA-Auflösung und kann daher unter Ulk verbucht werden. Ein Music Player ist auch auf den Platinen, doch bei gerade einmal 12 MB freien Speicherplatz ohne Erweiterungsmöglichkeiten ist das auch ziemlich sinnlos. Es bleibt also dabei: In der untersten Preisklasse ist der Begriff Vollausstattung nach wie vor ein Fremdwort.

Sparsames Design

Optisch präsentiert sich das Sparmodell durchaus vorzeigbar, ohne aber ein Design-Oscar einzuheimsen. Dafür ist das eher biedere Business-Outfit zu inspiriert. Dafür überzeugen aber durchaus die "Nehmerqualitäten". Das ausreichend große und quadratische Joypad ist zwar eine Idee zu scharfkantig ausgefallen, lässt sich aber dennoch relativ gut bedienen. Bei schneller Action drückt man allerdings mitunter auf eine direkt anliegende Steuertaste. Der präzise Anschlag und die klare Anordnung machen aus der Zahlentastatur dafür eine einwandfreie SMS-Maschine.

Old-School-Display

Wer das 2330 classic in Action erlebt, erkennt sofort, dass er sich preislich in der untersten Schublade befindet. Das Display ist unterdurchschnittlich klein und mutet durch die Auflösung von gerade einmal 128 x 160 Pixel fast schon anachronistisch an. Zu allem Übel spiegelt das Display bei Tageslicht recht heftig. Etwas mehr Pluspunkte sammelt der Soundchip, der problemlos MP3-Dateien verarbeiten kann. Der Klang ist zwar recht metallisch und dünn, aber immerhin schön breit. Wer allerdings die Lautstärke bis zum Anschlag aufdreht, muss mit starken Verzerrungen und grellen Zischgeräuschen leben.

Kein 3D-Könner

Den 3D-Java-Test konnte der Finne nicht leisten, da das Handy offensichtlich keine dreidimensionalen Grafiken beherrscht. Immerhin haben die Macher vier durchaus unterhaltsame "flache" Games raufgepackt, darunter eine abgespeckte Version des EA-Hits Spore. Der große Trumpf des 2330 classic ist die Akkuleistung. Selbst eine Woche nach der Testphase war der Stromspender noch halb voll. Auch Quasselstrippen brauchen somit kein Netzteil über das Wochenende mitnehmen. Der Empfang ist beiden Frequenzbändern nicht schlecht, im Vergleich zu Referenzgeräten jedoch leicht unterdurchschnittlich. Telefonieren klappt mit dem Candybar-Handy recht ordentlich, allerdings ist der typische Blechdosen-Sound bei Gesprächen ein ständiger Begleiter.

[VT] 16.06.2009

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Airgamer Handy Test - Wertung

Pro
bullet Griffige Tastatur
bullet Günstiger Preis
bullet Sehr gute Akkuleistung

Contra
bullet Mäßige Java-Performance
bullet Wenig Speicherplatz
bullet Kleines Display

Fazit
Für den Otto-Normal-Alltag schon, aber nicht für den Multimedia-Einsatz geeignet!


Einzelwertungen
Touchscreen
---
Joystick
gut
Tastatur
gut
Display
ausreichend
Grafikleistung
mangelhaft
Sound
befriedigend

Benchmarks
JSR 184:
n/v
Mascot Capsule:
n/v
Symbian:
n/v

Hersteller
Nokia

So testen wir Pfeil

Viktor Treutlein

Sicherlich: Im Vergleich zu einem zwei Jahre alten Prepaid-Handy hat sich schon etwas im Bereich Ausstattungsniveau getan. Denn eine Bluetooth-Schnittstelle und ein Radio waren damals in dieser Preisklasse noch nicht die Norm. Wer allerdings ein Handy mit ausgereiften Multimedia-Fähigkeiten sucht, muss nach wie vor deutlich mehr Geld investieren, um unterwegs ansprechend unterhalten zu werden.

»Spartanische Sprechmaschine«

Zusatzinformationen

Preis:
Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
Aktueller Preis
0,7 x 4,6 x 1,4
2,8 x 3,7 cm
128 x 160 Pixel
80 Gramm
ca. 12 MB
Erhältlich ab: Q2 2009

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