Was einem an Nokias 5610 wohl am ersten auffällt, ist der unterhalb des Displays angebrachte Schieberegler. Mit diesem schalten Sie schnell zwischen Hauptbildschirm, Radio- und Musikplayer hin und her. Aber das ist noch nicht das einzige auf Musik ausgelegte Extra des Sliders – dazu später mehr.
Großzügige Diagonale
Mit seinen 5,6 Zentimeter Bildschirmdiagonale ist das Display des Nokia-Schiebers großzügig bemessen. Aufgelöst ist es mit multimedia-tauglichen 320 x 240 Bildpunkten – Grafik-Leckerbissen wie das Actionspiel
XII 2 können Sie so in voller Schönheit genießen. Mit grobpixeligen Kompromiss-Versionen aktueller Spielhits müssen Sie beim 5610 also nicht vorlieb nehmen. Über dem Bildschirm sitzt zudem ein Lichtsensor, über den die Display-Helligkeit automatisch an die Lichtverhältnisse der Umgebung angepasst wird.
Akustik-Könner
Ein spezieller Audiochip soll dem 5610 zu einer herausragenden Klangqualität verhelfen – und in diesem Bereich enttäuscht das Nokia-Handy wahrlich nicht. Auch über den eingebauten Lautsprecher liefert das Gerät einen klaren und satten Sound. Einziger Wermutstropfen: Die seitliche Tastenwippe zur Einstellung der Lautstärke funktioniert nicht problemlos in Spielen. Meist würgt das Aufrufen des Schnellzugriffs-Regler den Spielsound sang- und klanglos ab.
Etwas wackliges Plastik
Etwas viel Spielraum hat das Plastik-Steuerkreuz des 5610, die Abgrenzung zwischen den einzelnen Richtungskommandos ist deshalb nicht immer optimal. Dafür sind die Druckpunkte zumindest akzeptabel ausgefallen. Ebenfalls ein Plus: Da das vertiefte Innere des Kreuzes eine Art Pfanne für den Daumen bildet, ist ein versehentliches Abgleiten auf die umliegenden Tasten unwahrscheinlich. So behalten Sie auch bei hektischen Manövern die Kontrolle.
Abgerundete Sache
Leider lässt das zurückgeschobene Oberteil des Sliders keinen Platz über dem Tastenfeld, wodurch die obere Tastenreihe etwas schwerer zu erreichen ist. Ansonsten sind die Tasten aber durchaus spieletauglich. Das Bedienfeld ist klassisch aufgebaut, die einzelnen Tasten sind groß genug und durch ihr abgerundetes Profil lässt sich die Position des eigenen Daumens auf dem Ziffernblock sehr gut erspüren. Die Druckpunkte sind allerdings etwas weniger knackig als die des Steuerkreuzes.
Kein 3D-Experte
In unseren Grafiktest kam das 5610 leistungstechnisch nicht über das Mittelmaß hinaus. Die speziellen Grafikfunktionen der Symbian-Plattform unterstützt das Handy nicht. Zwar stehen auf dem 5610 nur 20 Megabyte an integriertem Speicher zur Verfügung, durch eine MicroSD-Karte lässt sich das Speichervolumen aber auf 4 Gigabyte ausbauen. Wer sich das Handy zulegt, kann übrigens auch gleich losspielen: Die Titel
Tower Bloxx,
3D Rally, und Nokias eigenes
Snake II sind auf dem Gerät bereits vorinstalliert.
[IH] 28.11.2007
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