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Handytest

Älteres Semester

Nokia 6070

Bald zwei Jahre hat das in der schlichten Monoblock-Form gehaltene Nokia 6070 auf dem Buckel. Unser Test klärt, ob das Modell auch heute noch einen Blick wert ist oder ob es bereits vom technischen Fortschritt überrollt wurde.

Bluetooth, flottes Surfen per UMTS, Fotos in höherer als VGA-Qualität – Nutzer des Nokia 6070 müssen auf viele Annehmlichkeiten verzichten, die bei moderneren Geräten weit verbreitet sind. Allerdings sind nicht jedem solche Feature-Listen wichtig und für den Spielspaß sind neben der reinen Technik auch andere Eigenschaften eines Handys entscheidend. Kann das 6070 also doch noch als Spielegerät punkten?

Grobes Mosaik

Das Display des Nokia 6070 ist mit einer Bildschirmdiagonale von gerade einmal 4,6 Zentimeter sehr klein ausgefallen. Auch mit der Farbbrillanz und dem Kontrast moderner Handydisplays kann es das Nokia 6070 nicht aufnehmen. Besonders nachteilig wirkt sich die niedrige Auflösung von 128x160 Bildpunkten aus. Durch die großen Pixel sind die Grafiken auf dem Nokia 6070 sehr grobkörnig – moderne Handydisplays haben etwa die doppelte Auflösung. Die auf anderen Handys detailliert gezeichneten Grafiken bekommen Sie auf dem 6070 so nur in einer unansehnlichen Magerversion zu Gesicht.

Schlecht geregelt

Auch im Klangbereich kann sich das Gerät nicht mehr gegen die Konkurrenz hervortun, dafür kracht es dann doch allzu blechern aus dem kleinen Lautsprecher des 6070. Zur Regelung der Lautstärke sind zwar eigene Tasten an der Seite des Gerätes angebracht, diese Funktion steht jedoch nicht immer zur Verfügung. Mitten im laufenden Spiel einmal schnell den Sound herunterregeln zu können - auf diesen Komfort müssen Sie in der Regel verzichten. Wenn Sie auf die Lautstärkeregelung zurückgreifen wollen, müssen Sie dann erst das Spiel pausieren.

Schnörkelloses Steuerkreuz

Weniger auf die Technik, sondern auf komfortables Design kommt es beim Steuerkreuz eines Handys an – hier kann das 6070 dann auch ein wenig Boden gut machen. Da beim schlichten Steuerkreuz auf gestalterische Extravaganzen verzichtet wurde, lässt es sich bequem und präzise bedienen. Auch die Druckpunkte sind klar auszumachen. Die mittlere Auswahltaste ist etwas abgesenkt, also bei flotten Richtungswechseln nicht im Weg – bleibt aber dennoch gut zu erreichen. Ein kleines Manko: Die Funktionstasten schließen direkt an das Kreuz an. Wenn Sie die Finger bei wilderen Spielen wie Crash of the Titans hektisch über das Steuerkreuz fliegen lassen, kann es also passieren, dass Sie versehentlich auf die falsche Taste kommen.

Klar strukturiertes Tastenfeld

Das klassische Design macht sich auch beim Ziffernblock des 6070 positiv bemerkbar. Die Tasten sind angenehm groß und gleichmäßig auf dem Feld angeordnet. Da die Mitte jeder Taste leicht erhöht ist,  erfühlt man auch ohne Probleme die Grenzen zwischen den einzelnen Knöpfen. Leider sind die Druckpunkte der Tasten nicht ganz so knackig ausgefallen wie die des Steuerkreuzes.

Speicherzwerg

Eindeutige Zahlen zu den Grafikfähigkeiten des 6070 können wir leider nicht liefern – das Handy unterstützt die JSR184-Grafikschnittstelle schlicht nicht. Spiele mit aufwendigen 3D-Grafiken kann das Handy nicht auf den Bildschirm bringen, aktuelle 2D-Titel sind für das Nokia 6070 aber durchaus verfügbar. Nur fehlt auf dem Handy der Platz für eine richtige Spielesammlung: Von den 16 Megabyte an internen Speicher stehen Ihnen gerade einmal 3,2 für eigene Daten zur Verfügung. Das reicht höchstens für eine handvoll Lieblingsspiele - erweiterbar ist der magere Speicherplatz nicht.

[IH] 09.01.2008

Bildergalerie (10 Bilder)Pfeil

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Airgamer Handy Test - Wertung

Pro
bulletGute Tastatur

Contra
bulletNiedrig aufgelöstes Display
bulletKeine 3D-Unterstützung
bulletKaum Speicherplatz

Fazit
Älteres Modell, das spieltechnisch der Konkurrenz hinterherhinkt!


Einzelwertungen
Touchscreen
---
Joystick
befriedigend
Tastatur
gut
Display
gut
Grafikleistung
mangelhaft
Sound
ausreichend

Benchmarks
JSR 184:
n/v
Mascot Capsule:
n/v
Symbian:
n/v

Hersteller
Nokia

So testen wir Pfeil

Ingo Hassa

An der heute mager erscheinenden Ausstattung des Nokia 6070 sieht man, wie sehr sich die Handys in der Zwischenzeit technisch weiterentwickelt haben. Das Design der Bedienelemente ist zwar recht spielerfreundlich, aber das enttäuschende Display und die grafischen Schwächen des Gerätes trüben den Spielspaß erheblich. Noch dazu macht der fehlende Speicherplatz weiter deutlich, dass das 6070 schlicht nicht mehr zukunftsfähig ist.

»Andere Zeiten, andere Ansprüche«

Zusatzinformationen

Preis:
Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
Aktueller Preis
10,5 x 4,4 x 1,9
2,8 x 3,5 cm
128 x 160 Pixel
88 Gramm
16 Megabyte, 3,2 MB für eigene Daten
Erhältlich ab: Q3 2006

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