Na gut, einen Blumentopf für originelles Design gewinnt dieser Barrenfunker mit Sicherheit nicht, dafür ist das Antlitz doch eine Ecke zu konservativ ausgefallen. Immerhin bietet es aber eine blitzblanke Verarbeitung sowie einen Metall-Akkudeckel – in dieser Preisklasse eher ungewöhnlich. Breitbandschnittstellen á la UMTS oder W-LAN hat dieser Finne zwar nicht, doch ansonsten beherrscht er die komplette Komfort-Klaviatur, inklusive Stereo-Bluetooth, alle wichtigen Organizer-Funktionen, Sprachwahl sowie eine 3,2 Megapixel Kamera, die durchaus akzeptable Schnappschüsse und Videos in VGA-Auflösung liefert. Für gerade einmal 143 Euro ein ordentlich geschnürtes Ausstattungspaket also.
Nix für Metzgerhände
Wie es sich für die 6er-Modellreihe gehört, ist das komplette Tastatur-Layout geradezu auffällig schnörkellos gehalten. Das Joypad fällt dabei recht klein aus, was im Zusammenspiel mit dem angenehmen Druckpunkt für schnelle und recht präzise Eingaben sorgt. Da die vier umliegenden Steuertasten einen gebührenden Abstand einhalten, empfiehlt es sich auch für schnelle Action-Games. Die Zahlentastatur bietet ebenfalls einen klaren Tastenhub, allerdings ist die Größe recht grenzwertig, so dass Zeitgenossen größerer Bauart hier so Ihre Probleme bekommen könnten.
Immer im Bilde
Das TFT-Display ist zwar nicht das Größte, überzeugt dafür aber durch eine QVGA-Auflösung und TrueColor-Farbpalette. Auch dieser Bildschirm-Luxus ist für ein Einsteiger-Handy alles anderes als Usus. Sogar noch üppiger ist der Soundbereich ausgestattet. Das
6303 classic verfügt über die aktuelle Audio-Player-Software, einen 3,5-mm-Standardanschluss für Stereo-Kopfhörer sowie eine 1 GB microSD-Karte. Der Sound über den integrierten Lautsprecher ist trotz des recht kleinen Resonanzkörpers durchaus gelungen, wobei Musik aber insgesamt eine Spur zu metallisch klingt. Übrigens: Gut 500 MB der Speicherkarte sind ab Werk für Kartenmaterial reserviert. Um den Finnen aber routentauglich zu machen, ist ein externes GPS-Modul vonnöten.
Solider Zocker
Im Bereich Java-Leistung ist in den letzten Monaten eine positive Dynamik spürbar. So überrascht es auch nicht, dass dieses Einsteiger-Handy eine Benchmark-Performance aufweist, die vor einem Jahr eher hochklassigen Mobiltelefonen vorenthalten war. Für 3D-Games ist der GSM-Funker somit gut gerüstet. Bei den Messwerten sticht vor allem die Akkuleistung positiv hervor. Ohne das UMTS-Gepäck hält der Stromspender ohne Unterbrechung locker eine komplette Woche durch. Die Verständigung funktioniert ebenfalls auf einem guten Niveau. Nur bei schlechten Verbindungen klingt der Gesprächspartner merkwürdig verschnupft. Bei der Empfangsleistung gibt es ein geteiltes Bild. Während im E-Netz steile Balken die Regel sind, fällt der Empfang im D-Frequenzband im Vergleich zu Referenzgeräten deutlich ab.
[VT] 10.08.2009
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