Die 6er-Baureihe gehört zu der ältesten der Finnen, und zu der Erfolgreichsten. Damit das auch so bleibt, spendierte Nokia dem 6700 classic ein sehr elegantes Antlitz. Die Kombination aus Metalloberschale, Klavierlack und dem flachen Gehäuse ist zwar nicht Oscar verdächtig, aber auf jeden Fall sehenswert. Dazu passen die rundum robuste Verarbeitungsqualität und ein gehobenes UMTS-Ausstattungspaket. Zu den Highlights gehören der integrierte GPS-Empfänger, ein prall gefülltes Organizer-Paket sowie die 5-Megapixel-Kamera. Nennenswerte Ausstattungslücken gibt es nicht.
Alles knapp bemessen
Nokia verzichtete beim Tasten-Layout auf gewagte Experimente. Die Zahlentastatur ist klar strukturiert und bis auf die unterste Reihe ausreichend groß. Der Tastenhub ist ebenfalls bis auf die unterste Reihe gut ausbalanciert, könnte aber insgesamt etwas leichtgängiger sein. Das Joypad ist leider auch nicht optimal gelungen. Erstens ist es einfach nicht groß genug und zweitens ist der Druckpunkt zu fest. Da außerdem die umliegenden Steuertasten direkt angrenzen, ist das
6700 classic leider nicht das optimale Zocker-Handy.
Kompakt, aber durchaus klangstark
Was das schicke Business-Handy ebenfalls nicht zu einem Gaming-Mobiltelefon macht, ist das unterdurchschnittlich große TFT-Display. Dank TrueColor-Farbpalette und QVGA-Auflösung bietet das kleine Guckloch dafür aber eine sehr gute Brillanz. Trotz des kleinen Resonanzkörpers überrascht der Finne durch einen präsenten und lebendigen Klang, ohne bei höchster Lautstärke verzerrt zu klingen. Durch die mäßige Bass-Unterstützung ist es aber dennoch kein Ersatz für den Ghettoblaster.
Java-Spitzenklasse
Beim Java-Benchmark-Test überrascht der Finne durch eine ausgesprochen gute Performance, die nur knapp an der Schulnote "1" vorbeischrammt. Es scheint so, als würde Nokia die neueste Handy-Generation mit deutlich leistungsstärkeren Chips ausstatten. Bei den Messwerten stechen keine Ergebnisse besonders hervor. Die Rufbereitschaft pendelt sich bei moderaten vier bis fünf Tagen ein, wenn man nicht gerade eine staatlich anerkannte Quasselstrippe ist. Die Verständigung funktioniert gut, da Stimmen recht natürlich klingen und Nebengeräusche kaum auftreten. Bei der Empfangsleistung gibt es ebenfalls nur Positives zu berichten. Insbesondere im E-Frequenzband präsentiert sich der Finne als pflichtbewusster Funker.
[VT] 03.08.2009
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