In Zeiten des Touchscreen-Booms müssen Vertreter der „Old-School-Handys" vor allem in einem Punkt glänzen: Ein verdammt attraktiver Preis! Und das bietet der solide verarbeitete Slider auf alle Fälle, denn rund 139 Euro sind für ein UMTS-Modell, bei dem nur HSDPA, W-LAN und ein GPS-Empfänger im Sortiment fehlen ein sensationell günstiger Preis. On top steckt sogar eine 2 GB microSD Speicherkarte gleich im Slot - was will man mehr? Wo wurde ansonsten gespart? Definitiv beim hauchdünnen Akkudeckel, der knarzt auffällig laut, sobald man den Finnen anpackt - das stört ein wenig.
Harte Steuertasten
Zahlentastaturen bei Sliderhandys sind oftmals eine enge Angelegenheit. Nicht so bei diesen Finnen. Größe, Ergonomie und Druckpunkt sind allesamt im grünen Bereich. Schön, dass zudem auch die oberste Zahlenreihe problemlos erreichbar ist. Weniger gelungen sind die vier Steuertasten, die unmittelbar am Joypad anliegen. Davon abgesehen, dass der Tastenhub zu knapp ausfällt, wurden jeweils zwei Knöpfe zusammengefasst. Das hat nicht selten zur Folge, dass man aus Versehen eine falsche Aktion auslöst. Das Steuerkreuz selbst ist fürs Zocken hingegen gut geeignet.
Angenehm lesefreundlich
Das TFT-Display ist angesichts der Handygröße auf alle Fälle ausreichend groß und somit ebenfalls absolut Zocker-tauglich. Positiv fällt zudem die satte Farbwiedergabe und überdurchschnittliche Brillanz auf. Schön außerdem, dass Buchstaben und Zahlen angenehm groß dargestellt werden. Dass Nokia selbst günstige Handys mit hochwertigen Lautsprechern ausstattet, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Das
7230 bildet da keine Ausnahme, denn auch bei hoher Lautstärke klingen die Tracks erfrischend lebendig. Ebenfalls top: Dank 3,5-mm-Klinkestecker finden auch hochwertige Headsets beim
7230 Gehör.
Müder Akku
Den Java-Benchmark-Test absolvierte der Slider mit einer durchschnittlichen Leistung, was aber für das Management von 3D-Games auf alle Fälle ausreichend sein dürfte. Im Praxistest fiel leider die Akkuleistung negativ auf. Wer regelmäßig telefoniert und zockt, darf sich nicht wundern, wenn bereits nach drei Tagen das Netzteil bemüht werden muss. Während der Testphase pendelte sich die Rufbereitschaft bei knapp vier Tagen ein. Uneingeschränkt gut sind dafür die Empfangsleistungen in sämtlichen Frequenzbereichen. Insbesondere bei Telefanten ins Festnetz werden Stimmen zudem recht natürlich wiedergegeben.
[VT] 17.05.2010
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