Hochwertiges, handgeschnittenes und kratzunempfindliches Saphirglas in Kombination mit handgebürstetem Edelstahl - der Materialaufwand macht schnell klar, warum Besitzer des DIOR Phones so tief in die Tasche greifen müssen. Markant ist zudem das weltbekannte Cannage – das Rautenmuster des Hauses DIOR, welches in den Klappdeckel eingearbeitet wurde. Für die horrende Summe gibt es als "Trostpflaster" immerhin reichlich Zubehör: Allen voran das MY DIOR, eine Art Mikro-Handy ohne Tastatur, das via Schlüsselring elegant an der Handtasche baumelt. Der Sinn: Statt in der Tasche zu wühlen kann die Dame schnell zum MY DIOR greifen, um das Telefonat zu führen.
Kein Luxus-Komfort
Die Ausstattung hingegen ist deutlich weniger luxuriös: Kein UMTS-Netz, nur eine 2-Megapixel-Kamera und auch ein Radio fehlt. Damit entspricht dieser Edelfunker dem Klischee, dass Luxushandys am Komfort eher geizen, statt zu protzen. Immerhin sorgt eine microSD-Speicherkarte für Flexibilität. Was in diesem Zusammenhang allerdings wieder negativ auffällt: Weder dieser, noch der Mini-USB-Slot sind durch eine Abdeckung versteckt. Gut für die Langlebigkeit oder das Aussehen sind die offenen Löcher nicht gerade.
Düstere Tasten
Wenig Glamour versprüht auch das Innendisplay. Dabei handelt es sich zwar um einen recht leuchtintensiven OLED-Bildschirm, doch leider ist er nicht sonderlich groß. Damit kann "sie" sicherlich leben, weniger aber mit dem Umstand, dass dieses Klapphandy kein Außendisplay hat. Um zu wissen, wer gerade anruft (oder wie spät es ist), muss man somit das Handy öffnen und die Anruftaste drücken, denn die Funktion automatische Annahme durch Öffnen gibt es nicht. Auch die Tastatur hat Ihre Schwächen. Vom recht harten Druckpunkt mal abgesehen, ist die Beleuchtung dermaßen schwach, dass man in dunkler Umgebung fast blind tippen muss. Das Kapitel Sound kann man knapp abhandeln: Ziemlich durchschnittlich.
Krächzende Stimmen
Das passt gut zur insgesamt ziemlich mäßigen Klangvorstellung, denn auch die Sprachqualität ist alles andere als zufrieden stellend. Noch schlimmer ist es sogar mit dem MY DIOR, hier knistert es während der Telefonate im Hintergrund wie in einem Kamin. Doch nun genug gemeckert, denn die restlichen Messwerte geben keinen Anlass zur Kritik. Mit einer vollen Woche Rufbereitschaft hat das DIOR
Phone ausreichend Akkuatem und auch die Empfangsleistung kann sich in beiden Frequenzbändern sehen lassen.
[VT] 30.12.2009
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