Jeder, der in seiner Arbeitszeit viel auf Reisen ist, dürfte Blackberry kennen. Gerade das Emailabrufen und Schreiben hilft dabei, mobil erreichbar zu bleiben. Genau für diese und andere Stärken sind RIMs Blackberrys bekannt. Nun versucht der Handyhersteller diese positiven Eigenschaften in ein schlankes Klapphandy zu packen - ist der Versuch gelungen?
Bekanntes umgeformt
Das Flip scheint gar nicht mit den großen Smartphones mithalten zu wollen - das zeigen allein schon die technischen Details. Denn die Kamera kann gerade mal 1,9 Megapixel, der interne Speicher ist 55 MB klein und eine Speicherkarte ist nicht im Lieferumfang enthalten. Dafür gibt es die üblichen Push-Emails und WLan. Größtes Manko ist aber das fehlende HSDPA, denn unterwegs hat man nicht immer die Möglichkeit sich über WLan zum Emailabruf einzuklinken. Zudem wird bei höherem Datenaufkommen schnell eine Speicherkarte nötig, die dann extra dazugekauft werden muss.
Richtig getippt?
Zu den ganz großen Stärken von Blackberry gehört der Trackball, mit dem man genüsslich durch die Menüs navigieren kann. Genau diesen hat RIM glücklicherweise auch im Pearl Flip 8220 verbaut. Die Bedienung funktioniert somit in dieser Hinsicht tadellos. Etwas komplizierter ist hingegen die Nummerntastatur. Denn die Buchstaben sind zusätzlich auf weitere Außentasten verteilt worden. Zudem lassen sich Zeichen wie Punkt und Komma nur über die ALT-Taste setzen. Wer SMS-Tippen mit normalen Handys gewohnt ist, wird sich hier erst eine Weile einfinden müssen.
Richtig getippt?
In Sachen Benutzer-Interface hält sich das Pearl Flip 8220 an bekannte Vorbilder aus eigenem Hause. Somit bekommt man hier ein ausgereiftes Interface, das die üblichen Stärken mitbringt. In Bezug auf Handyspiele heißt das aber auch: Es gibt bisher wenige für dieses Modell. Bei einem großen deutschen Anbieter gab es nur eine Handvoll Spiele. Somit ist das Handy trotz gutem Trackball für Vielspieler weniger zu empfehlen. Business-Kunden könnte dagegen das fehlende HSDPA sowie die gewöhnungsbedürftige Tastatur abschrecken. Auch das Display ist für letztere Käufergruppe mit "nur" QVGA-Auflösung etwas klein geraten.
[SB]
03.02.2009
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