Immer mehr großformatige Smartphone drängen auf den Markt, um Apples iPhone 3G paroli zu bieten. Auch RIM will mit dem Storm eine echte Alternative anbieten. Dabei sticht das Smartphone vor allem durch ein Betriebssystem heraus, das glücklicherweise nichts mit Windows Mobile zutun hat. Dennoch darf man Office-Anwendungen öffnen und bearbeiten. Zu den weiteren stärken gehören natürlich der Touchscreen, das kontraststarke Display und auch eine ordentliche Kamera mit 3,2 Megapixeln. Auf W-Lan muss man leider verzichten. Da das Storm aber über Vodafone unter die Leute gebracht wird, kann man immerhin mit der HSDPA-Flatrate schnell im Internet surfen. Auch GPS samt Google-Maps ist an Bord!
Gut getippt, Storm!
Als iPhone-Konkurrent muss sich das Storm vor allem in Sachen Bedienbarkeit mit dem Platzhirsch messen. Erstaunlich: Die Eingaben werden schnell verarbeitet. Allerdings ist das iPhone immer noch eine Ecke flinker. Auch aus einem anderen Grund ist die Bedienung gewöhnungsbedürftig. Der Touchscreen ist eine Art große Taste, die heruntergedrückt werden kann. So markiert man beispielsweise zuerst einen virtuellen Button. Um die Aktion dann auszulösen, drückt man so fest auf den Bildschirm, dass er heruntergedrückt wird. Das Bedienmodell lässt sich auch anpassen.
Ich spiel' verrückt
Im Multimediabereich wurde zwar an Videos und Musik gedacht, Handyspiele gibt es für das Blackberry Storm allerdings derzeit noch wenige. Die Spiele müssen speziell entwickelt werden. Denn ein Teil des Bildschirms wird zum digitalen Steuerkreuz umfunktioniert. Vom Aussehen her sind die Handygames wie handelsübliche Javaspiele. Da hat Apple mit teils klasse 3D-Spielen und dem dick gefüllten App Store eindeutig die Nase vorn. Immerhin lassen sich auch selbst passable Videos machen, die selbst auf einem Fernseher noch gut 'rüber kommen. Auch der MP3-Player geht, dank aller wichtigen Grundfunktionen, in Ordnung. Kopfhörer lassen sich jederzeit über den handelsüblichen 3,5 mm Klinkenstecker einstöpseln. Aber auch die Lautsprecher überzeugen mit wuchtigem Sound, bei entsprechender Video- bzw. Tonqualität.
Den Weg gefunden
Wie bereits erwähnt, ist auch dieses Blackberry für Business-User interessant. Office-Dokumente lassen sich öffnen und bearbeiten. Auch Email-Push ist möglich. Ebenfalls im Vodafone-Paket dabei ist eine 30-tägige Testversion von "Vodafone Find & Go" dabei. Die Navigationssoftware leistet erwiesenermaßen gute Dienste. Bei der Sprachqualität konnte das Blackberry Storm allerdings nur teilweise überzeugen. In manchen Gesprächen kam es manchmal zu leichtem Rauschen, trotz guter Verbindung.
[SB] 12.01.2009
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