Die SMS bleibt zwar immer noch das beliebteste Kommunikationsmittel der Jugendlichen, soziale Netzwerke á la Facebook gewinnen allerdings kontinuierlich an Bedeutung. Speziell für diese Zielgruppe wurde das B3310 konzipiert. Es bietet nämlich eine Qwertz-Tastatur und einen speziellen Ordner mit allen populären Social-Networking-Diensten. Drumherum spendierten die Macher ein gängiges Ausstattungsprogramm, inkl. einer dürftigen 2-Megapixel-Kamera, einem Radio und Stereo-Bluetooth. Breitbandschnittstellen in Form von UMTS und W-LAN fehlen hingegen gänzlich.
Ungewohnte Zahlentastatur
Nanu, was ist denn mit der Zahlentastatur los? Die ungewohnte vertikale Anordnung macht erst Sinn, sobald man die Qwertz-Tastatur herausschiebt und das Display ins Querformat wechselt. In dieser Position kann man spielend einfach lostippen, wenngleich die Tasten nicht der gängigen Qwertz-Anordnung entsprechen. Im Querformat wird übrigens gleich in den SMS-Modus gewechselt. Das ist zum Simsen sehr praktisch, zum schnellen Tätigen eines Telefonats hingegen etwas umständlich. Glücklicherweise helfen hier Personalisierungsmöglichkeiten auf die Sprünge. Mit dem klassischen Tandem aus Joypad und Steuertasten kann man übrigens gut zocken, allerdings müssen Käufer dafür nochmals investieren, denn es sind nur Demos auf dem B3310.
Zu kleines Guckloch
Sooo viel Spaß macht das Spielen auf dieser Tippmaschine aber ohnehin nicht, da das Display nicht das Größte ist. Dafür stimmen immerhin die Auflösung und die Darstellungsqualität, wobei das
B3310 nicht mit den aktuellen Topgeräten mithalten kann. Das betrifft auch die Klangkünste. Für die musikalische Unterhaltung wird zwar ein ordentliches Programm aufgefahren, doch insgesamt ist der Sound absolut durchschnittlich. Weiterer Kritikpunkt: Der microSD-Speicherkarten-Slot liegt unterhalb des Akkus – das ist unpraktisch.
Knapper Akkuatem
Viel Mittelmaß ist auch bei den Messwerten angesagt. Die Java-Performance ist so lala und der Akku bei hoher Belastung ein wenig überfordert. Bei moderater Nutzungsintensität reicht es immerhin für vier volle Tage. Für ein GSM-Handy kein überzeugender Wert. Auch die Empfangsleistungen sorgen nicht gerade für freudige Gesichter. Insbesondere im D-Frequenzband geht dem
B3310 in Grenzbereichen allzu schnell die Puste aus. Einziger Lichtblick ist die Sprachqualität. Für ein Gerät dieser Preisklasse klingen die Stimmen recht natürlich und Nebengeräusche werden elegant weggedrückt.
[VT] 27.11.2009
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