Zumindest das erste Klischee trifft auch auf das B7610 zu. Allein die Bautiefe von 1,7 cm und das Gewicht von 165 Gramm machen klar, dass dieses Smartphone nicht unbedingt ein Jackentaschenfreund ist. Dafür stimmt aber die Verarbeitungsqualität voll und ganz. Alles fügt sich sehr präzise zusammen und der hochwertige Materialmix, allen voran der Metallrahmen um das Display, sorgen für Robustheit. Im Bereich Komfort gibt es erwartungsgemäß das volle Programm. Alle wichtigen Connectivity-Schnittstellen, einen GPS-Empfänger (ohne Software allerdings), Business-Funktionen satt und sogar eine ordentliche 5-Megapixel-Kamera. Praktisch: Die meisten Windows-Formate lassen sich sogar editieren und ein Datenabgleich ist dank Microsoft Exchange ein Kinderspiel.
Gutes „Mäuseklavier"
Beim Omnia Pro haben Nutzer die Qual der Wahl: Entweder erfolgen die Eingaben über den hochauflösenden Touchscreen oder aber über die aufschiebbare Qwertz-Tastatur. Letztere lässt sich dank einer guten Tastenergonomie einwandfrei bedienen. Nur die oberste Reihe muss präzise anvisiert werden. Mit ein wenig Übung kommt man mit diesem Tandem recht gut zurecht, da es oftmals mehrere Wege gibt, die gewünschte Aktion durchzuführen. Organisiert wird das Omnia Pro durch Windows Mobile 6.5, was man allerdings nicht auf dem ersten Blick erkennt, da Samsung ihre Nutzeroberfläche TouchWiz 2.0 „drübergestülpt" hat. Gut so, denn dadurch sieht die Optik zeitgemäßer aus und die populäre Gestensteuerung wird sauber unterstützt.
Wenig Farben, viel Display
Das 4,6 x 7,7 Zentimeter große OLED-Display ist mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixel ein optimales „Guckloch", zumal die Farbbrillanz überzeugen kann. Was allerdings widersprüchlich ist: Durch das in die Jahre gekommene Windows Mobile können nur 65.000 Farben gleichzeitig dargestellt werden, obwohl von der Hardware her mehr Farben möglich wären. Schlimm ist das allerdings nicht, denn nur bei Fotos ist dieser Misstand dezent erkennbar. Dank des großen Resonanzkörpers können auch die klanglichen Eigenschaften überzeugen. Im Hotelzimmer kann das Omnia Pro für eine angenehme Musikuntermalung sorgen. Was beim Umgang mit dem Smartphone aber immer wieder negativ auffällt: Trotz einer 800-MHz-Taktung kommt es immer wieder zu Unterbrechungen durch Wartezeiten.
Starke Akku-Pumpe
Überraschung hingegen bei den Messwerten: Der bärenstarke Akku mit 1500 MHz sorgt bei einer gemäßigten Nutzungsintensität für eine Rufbereitschaft von bis zu sieben Tagen. Selbst Intensivnutzer müssen den Akku erst nach zwei Tagen wieder aus der Schublade ziehen - Top! Auch die guten Akustikwerte können überzeugen. In der Regel laden natürlich klingende Gesprächsteilnehmer zu längeren Telefonaten ein. Zu guter letzt fiel das Omnia Pro auch nicht durch Gesprächsabbrüche negativ auf. In sämtlichen Frequenzbändern funkt der Koreaner auf einem guten Niveau.
[VT] 26.02.2010
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