Und nicht nur das, auch die Verpackung besteht zu 100% aus recyceltem Papier. Gute Idee: Um das Start-Handbuch zu ersparen, wurde auf der Innenseite die obligatorische Schritt-für-Schritt-Anleitung abgedruckt. Das Netzteil soll darüber hinaus besonders stromsparend arbeiten - überprüfen konnten wir das allerdings nicht. Erfreulicherweise sieht man dem Handy diese ökologisch korrekte Fertigung gar nicht an. Im Gegenteil: Das blaue Gehäuse ist auffallend robust und der Begriff Spaltmaße hier ein absolutes Fremdwort.
Normaler Komfort
Das Öko-Phone ist ein UMTS-Touchscreen-Mobiltelefon, das mit einem zeitgemäßen Komfortprogramm glänzt. Für den schnellen Datentransport sorgen HSDPA und W-LAN. Für den Spaß sorgen ein Audio/Video-Player, eine mittelprächtige 3,2-Megapixel-Kamera sowie Java-Games mit Bewegungssensor-Unterstützung. Die Business-Fraktion freut sich nicht nur über die üblichen Organizer-Funktionen, sondern auch über das Exchange-ActiveSync-Programm für den reibungslosen PC-Datenabgleich. Um in der höheren Liga mitzuspielen, fehlt einzig ein GPS-Chip für eine aktive Routenführung.
Kratziger Sound
Der TFT-Touchscreen bewegt sich von der Qualität her im breiten Mittelfeld. Nicht sonderlich groß, aber auch nicht zu klein - und mit der QVGA-Auflösung kann man ebenfalls leben. Dank kinetischem Scrolling lässt sich der Funker recht flott und präzise mit dem Finger bedienen. Schade nur, dass eine einblendbare Qwertz-Tastatur fehlt. Kein Vergnügen bereiten leider die klanglichen Qualitäten. Musikstücke klingen über den Lautsprecher so, als seien sie in einer Coladose aufgenommen worden. Über den Kopfhörer wird immerhin ein zufrieden stellendes Soundniveau erreicht.
Dauereinsatz
Dank des integrierten Solarpanels auf der Rückseitenschale lässt sich die Rufbereitschaft ordentlich strecken, wenn man dem S7550 ein tägliches Sonnenbad gönnt. Ein Nonstop-Betrieb von einer kompletten Woche ist somit keine Utopie. Die restlichen Messwerte sind leider unterdurchschnittlich. Insbesondere im D-Frequenzband offenbart es in Grenzgebieten klare Schwächen. Telefonieren mit dem Blue Earth ist zudem kein akustisches Vergnügen, da Stimmen in der Regel sehr metallisch klingen.
[VT] 18.01.2010
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