Samsung geht derzeit richtig gut. Auf dem Weltmarkt haben es sich die Fernöstler mittlerweile auf Platz 2 ordentlich bequem gemacht, und in Deutschland trennen gerade einmal 6% Marktanteile vom Platzhirschen Nokia. Ein Grund dafür ist das starke Engagement der Koreaner im Bereich der Touchscreen-Mobiltelefone, die seit dem iPhone-Boom die maßgeblichen Impulsgeber sind. Das Jét soll nun das neue Zugpferd sein, wobei es optisch nicht sonderlich spektakulär daher kommt. Abgesehen von der Steuertaste im Edelstein-Look präsentiert es sich sehr klassisch. Positiv sind allerdings die angenehme Kompaktheit und das geringe Gewicht. Es ist darüber hinaus sehr präzise verarbeitet, aber das ist man ja von Samsung gewöhnt.
Gesundes Komfortpaket
Die Besonderheit des Jét zeichnet sich nicht unbedingt durch das Ausstattungspaket aus, wobei es definitiv nicht schlecht ist. Alle gängigen Business- und Multimedia-Komfortmerkmale sind unter der Haube. Einzig die nützliche Sprachwahl fehlt. Wer 50 Euro mehr investiert erhält sogar die Route-66-Software + DACH-Karten für zwei Jahre aktiver Routenplanung. Die 5-Megapixel-Kamera ist zwar gut ausgestattet, leidet aber durch mangelnde Schärfe. 2 GB Speicherplatz plus microSD-Speicherkarte sorgen außerdem für ausreichend Flexibilität und bis aus HSPUA sind alle Datenbahnen vertreten. Unpraktisch: Der Slot liegt unterhalb des Akkus.
Die 800MHz-Klasse
Im Bereich Handhabung haben sich die Koreaner so richtig reingekniet. Die weiterentwickelte Bedienungsoberfläche TouchWiz 2.0 ermöglicht ein unfallfreies und recht zügiges bedienen per Fingerzeig, was auch am leistungsstarken 800 MHz-Prozessor liegt. Multitouch-Eingaben werden zwar nicht unterstützt, doch dafür bietet es eine innovative Ein-Finger-Zoom-Funktion. Auch der Browser namens Delfin ist eine Eigenentwicklung. Dieser ist recht flott und liefert eine ordentliche Seitendarstellung, ohne aber das Niveau des iPhones 3G S zu erreichen. Abschließend bietet dieses Smartphone Personalisierungsmöglichkeiten satt, inklusive 30 Widgets und mehreren Startbildschirm-Ebenen.
Kein Java-Spezialist
Obwohl das S8000 potent ausgestattet ist, hält sich die Java-Performance vornehm zurück. Okay, selbst aufwändigere 3D-Games wie Rollercoaster 3D spielt es ohne zu Murren ab, doch im Vergleich zu anderen Smartphones eben nicht ganz ruckelfrei. Für ein Smartphone dieser Gewichtsklasse leistet der Akku dafür einen recht vernünftigen Job. Zumindest bei moderater Nutzungsintensität sind vier bis fünf volle Tage drin. Wer hingegen den Browser exzessiv nutzt, muss das Netzteil bereits nach einem Tag bemühen. Die Verständigung klappt auch in lauter Umgebung noch recht gut. Die Natürlichkeit der Stimmen könnte allerdings besser sein, was auch an der starken Rauschunterdrückung liegt. An der Empfangsleistung gibt es hingegen nichts zu meckern, denn in allen Frequenzbereichen bleibt der Koreaner sicher auf Empfang.
[VT] 27.07.2009
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