
Handytest
Pixelprotzer
Samsung M8910 Pixon 12
Kamerahandys schicken sich immer mehr an, konventionelle Digicams zu ersetzen. Der Praxistest klärt, ob es diesem Koreaner gelingt.
Fernöstliche Unternehmen sind bekannt dafür, dass sie gerne einmal Ideenklau betreiben. Das verärgert zwar westliche Firmen, doch im Grunde sollten sie das Kompliment verstehen, denn Asiaten adaptieren nur Ideen, die sie bewundern. Dass koreanische aber auch eigene "Duftmarken" setzen können, beweist Samsung mit dem Pixon 12, dem ersten Kamerahandy mit einer integrierten 12 Megapixel-Kamera. Wobei man allerdings über das Pixel-Wettrennen fleißig diskutieren kann, denn für die Bildqualität ist die maximale Auflösung bekanntlich nur sekundär. Zumindest für eine Schlagzeile ist dieses Feature aber auf jeden Fall gut.
Multimillionär
3.000 x 4.000 Pixel, so liest sich die maximale Auflösung in nackten Zahlen. Hinzukommt eine ellenlange Liste an Bildoptimierungsprogrammen und Konfigurationsmöglichkeiten. Erwähnenswert ist dabei der „Beauty Modus“, der Schnappschüsse nachträglich optimiert, in dem beispielsweise Hautpartien gestrafft werden. Die Kamera selbst knipst bei Tageslicht bemerkenswert gute Fotos – nicht 100% farbecht, aber sehr scharf. In geschlossenen Räumen muss man hingegen die zahlreichen digitalen Hilfsmittel nutzen, um abzugstaugliche Bilder zu erzielen. Abseits der Kamera präsentiert sich das Pixon 12 als ein voll ausgestattetes UMTS-Smartphone, das aber eine Schwäche hat: Ein GPS-Empfänger steckt zwar unter der Haube, eine entsprechende Software muss aber erst insalliert werden.Flinke Finger
Dafür liegt aber eine 2 GB Speicherkarte gleich im Karton, so dass das Musikarchiv reichlich gefüllt werden kann. Apropos Musik, die Soundqualitäten des Pixon 12 lassen leider zu wünschen übrig, denn der Klang ist fast schon aufdringlich blechern. Der geräumige Touchscreen und das ausgereifte Bedienungskonzept stimmen dafür wieder versöhnlich. Wie das iPhone reagiert der Bildschirm recht flott und präzise auf Gestensteuerung. Durch eine einblendbare Qwertz-Tastatur lassen sich außerdem recht flott längere Texte eintippen. Insgesamt zwar kein iPhone-Niveau, im Zusammenspiel mit der gut strukturierten Menüführung aber ein stimmiges Gesamtbild.Empfangsschwächen
Weiterhin positiv ist die Akkuleistung zu bewerten. Trotz hoher Multimedia-Belastung und großem Display hält der Energiespender bei einer moderaten Nutzungsintensität locker fünf Tage am Stück durch. Weniger überzeugend ist die Empfangsleistung im D-Netz. Hier sackt der Empfangsbalken auffallend schnell in den Keller, wenn der nächste Mast weiter entfernt ist. Im E-Frequenzband sind die Werte immerhin durchschnittlich. Wer mit dem Pixon 12 telefoniert, darf sich bei stabilen Verbindungen über eine klare und recht natürliche Stimmwiedergabe freuen. Nur vereinzelt treten bei Telefonaten in Mobilfunknetzen Hintergrundgeräusche auf.[VT] 25.09.2009
Bildergalerie (8 Bilder)
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Pro
Top-Multimedia-Ausstattung
Opulent ausgestattete Kamera
2 GB Wechselspeicher inklusiveContra
Mäßiger D-Netz-Empfang
Recht groß & schwer
Mäßiger KlangFazit
Pixelkönig, dessen Schnappschuss-Qualitäten aber nicht 100%ig überzeugen können.
Einzelwertungen
Touchscr.

gut
Joystick

---
Tastatur

---
Display

sehr gut
Grafikleist.

gut
Sound

ausreichend
Benchmarks
JSR 184:
n/v
Mascot Capsule:
n/v
Symbian:
n/v
Hersteller
Samsung
So testen wir

Viktor Treutlein
Über 600 Euro muss man für diesen Edelknipser hinlegen. Wenn man für das Geld ein hochwertiges Smartphone und eine vollwertige Kamera bekäme, ginge der Preis in Ordnung. Doch leider hat das Pixon 12 gegen eine normale Einsteigerkamera keine Chance, denn im Bereich Schnappschuss-Qualitäten liefert der Koreaner nur bei Tageslicht überzeugende Ergebnisse. Eine Kombination aus reinem Smartphone und Digicam ist also die günstigere Lösung.
»Viele Talente zu einem hohen Preis.«
Über 600 Euro muss man für diesen Edelknipser hinlegen. Wenn man für das Geld ein hochwertiges Smartphone und eine vollwertige Kamera bekäme, ginge der Preis in Ordnung. Doch leider hat das Pixon 12 gegen eine normale Einsteigerkamera keine Chance, denn im Bereich Schnappschuss-Qualitäten liefert der Koreaner nur bei Tageslicht überzeugende Ergebnisse. Eine Kombination aus reinem Smartphone und Digicam ist also die günstigere Lösung.
»Viele Talente zu einem hohen Preis.«
Zusatzinformationen
|
Preis: Maße in cm: Displaygröße: Auflösung: Gewicht: Speicherplatz: |
Aktueller Preis 10,8 x 5,3 x 1,38 4,3 x 6,9 cm 480 x 800 Pixel 120 Gramm ca. 210 MB + 2 GB microSD |
| Erhältlich ab: | Q3 2009 |











