Alles außer UMTS
Das
S3600 zeigt, was heutzutage im Bereich Komfort für knapp 120 Euro bereits möglich ist, wenn man auf das Breitband-Tandem UMTS/HSDPA verzichtet. Routiniert spult Samsung das bekannte GSM-Standardprogramm ab. Dazu gehört Stereo-Bluetooth genauso, wie alle wichtigen Organizer-Funktionen, eine 1,3-Megapixel-Kamera sowie ein Audio-Player und ein UKW-Radio. Der interne Speicherplatz von rund 31 MB kann sogar mit Hilfe einer microSD-Karte schnell aufgebohrt werden. Eine Speicherkarte gehört allerdings genauso wenig zum Lieferumfang dazu, wie ein hilfreiches USB-Datenkabel. Bei diesem geringen Preis ist das aber keine Überraschung.
Überraschend lautstark
Bei der Tastengestaltung geht es klassisch zur Sache. Im bekannten RAZR-Look laden großflächige Tastenfelder zum Simsen ein. Das
S3600 reagiert recht präzise auf Eingaben, wobei der Tastenhub aber zu knapp ausfällt und die Umsetzungsgeschwindigkeit nicht die schnellste ist. Störend ist ferner, dass die Steuertasten unmittelbar an das Joypad angrenzen. Erstaunlich potent sind die Soundqualitäten des Koreaners. Über den breiten Speaker kommen die zum Teil hörenswerten Klingeltöne recht knackig rüber, ohne bei höherer Lautstärke verzerrt zu klingen. In dieser Preisklasse ist das eine löbliche Ausnahme. Leider ist aber das Headset nicht das qualitativ hochwertigste.
Klare 3D-Schwächen
Die vorinstallierten Java-Spiele und zahlreichen Demo-Games belegen, dass Zocken auf dem
S3600 grundsätzlich kein Problem ist. Bei 3D-Games zeugen allerdings die leichten Ruckel-Einlagen und zum Teil abgespeckten Polygon-Grafiken davon, dass hier der Koreaner schnell an seine Grenze stößt. Aber auch 2D-Games haben für die genannte Auflösung teils geringeren Spielumfang zu bieten. Besser schlägt sich der Klapper bei den Messwerten. Die Rufbereitschaft pendelt sich bei moderater Nutzung bei immerhin sechs vollen Tagen ein. Die Empfangsqualität ist im positiven Sinne unauffällig. Referenz-Niveau wird hier zwar nicht erreicht, doch im Großstadt-Dschungel gibt es keinerlei Probleme. Die Verständigung bewegt sich ebenfalls auf einem guten Niveau. Abgesehen von einem tonal leicht metallischen Einschlag steht dem ungetrübten Telefonat nichts im Wege.
[VT]
23.02.2009
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