Von vorne sieht das Handy so unscheinbar aus, wie der Name langweilig klingt. Erst bei genauerem Hinsehen, bietet es ein paar markante Designmerkmale. So besteht der Akkudeckel aus massivem Metall und von der Seite betrachtet fällt der asymmetrische Verlauf auf. Die Verarbeitungsqualität ist insgesamt sehr hochwertig, einzig das schwerfällige Einrasten des Akkudeckels fällt negativ auf. Beim Komfort brennt Samsung das bekannte Standard-Feuerwerk ab, ohne durch besondere Details zu glänzen. Immerhin bietet es HSDPA, eine 3,2-Megapixel-Kamera sowie alle wichtigen Organizer- und Multimedia-Funktionen.
Joypad-Schmuck
Das Joypad wartet mit einer weiteren kleinen Besonderheit auf: Im Zentrum haben die Macher einen Kunstdiamanten platziert, der sich der Joypad-Rautenform anpasst. Dieser wackelt leider ein wenig und macht sich akustisch bemerkbar, sobald man das Handy schüttelt. Insgesamt kann man mit dem Pad aber dennoch schnell und präzise agieren. Schade nur, dass die Steuertasten direkt angrenzen. Die ebenfalls leicht verschnörkelten Knöpfe der Zahlentastatur sind zwar ausreichend groß und bieten eine gute Ergonomie, doch leider haben die Entwickler einen etwas zu harten Druckpunkt gewählt. Das dürfte aber nur Vielsimser stören.
Auffällig unauffällig
Das Display ist zwar nicht das Größte, doch für den Alltageinsatz ist es auf alle Fälle ausreichend. Positiv fällt dabei auf, dass das TFT-Display angenehm leuchtstark ist und sich so gut ablesen lässt. Weniger schön: Der praktische 3,5mm-Klinkestecker fehlt, sodass man auch den beigelegten Kopfhörer angewiesen ist. Der ist bestenfalls Mittelmaß. Es stört zudem, dass man für das USB-Kabel und einer microSD-Speicherkarte nochmals zur Kasse gebeten wird, zumal die internen 110 MB schnell für Multimedia-Inhalte schnell aufgebraucht sein dürften. Unter dem Strich liefert das
S5350 eine klangliche mittelprächtige Vorstellung ab, denn der Sound via Lautsprecher klingt doch arg metallisch.
Langer Akkuatem
In guter Form präsentiert sich dafür der Akku. Einmal in Betrieb genommen ist es für ihn eine Leichtigkeit, den Fernöstler über eine Woche lang in Betrieb zu halten. Düster ist dafür das Kapitel Java-Performance. Den 3D-Testbetrieb absolvierte es auffällig ruckelig, was sich auch im dürftigen Gesamtergebnis niederschlägt. Bei der Sprachqualität ist der übliche Kritikpunkt zu beklagen: blecherne Stimmwiedergabe. Im Gesamtdurchschnitt siedelt es sich aber tendenziell etwas darüber an. Nicht so beim Empfang, denn in beiden Frequenzbändern sind steile Balken eher die Ausnahme, wenn der nächste Mast weiter entfernt ist.
[VT] 29.03.2010
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