Erst waren es die flachen Ultra-Slim-Handys und nun konzentriert sich Samsung auf die Soul-Modelle als neue Premium-Linie. Besondere Kennzeichen: Ausstattungsluxus und eine Oberschale aus grauem, gebürsteten Metall. Letzteres sorgt für das zünftige Gewicht von 116 Gramm. Überhaupt ist das G400 (den Beinamen Soul f bekam es übrigens erst viel später) auffallend groß ausgefallen. Das Komfortprogramm des G400 ist nahezu identisch mit dem des U900 Soul. Das bedeutet Multimedia und Business-Funktionen satt! Hervorzuheben ist dabei vor allem die 5-Megapixel-Kamera mit vielen Features, die aber im Praxistest nicht so recht überzeugen kann. Zusätzlicher Schönheitsfehler: Eine Speicherkarte liegt mal wieder nicht im Karton.
Absolute Daumenfreiheit
Im geöffneten Zustand zeigt sich, dass die größere Bauweise einen klaren Vorteil hat: Es ist reichlich Platz vorhanden! So wirken das Joypad und die umliegenden Steuertasten fast schon verschwenderisch groß. Der Daumen kann sich somit so richtig austoben, zumal der ausgewogene Tastenhub den Finger nicht übermäßig beansprucht. Ebenfalls im schicken RAZR-Folientasten-Look ist die Zahlentastatur gehalten. Das klare Layout, die angenehme Größe und der präzise Druckpunkt sind daher ein Fest für alle Vielsimser. Kurzum: Dieser Klapper beweist erneut, dass verschnörkelte Tasten und Miniwahn bei Handys eher kontraproduktiv für die Handhabung sind.
Doppeltes-Display
Über 262.000 Farben, QVGA-Auflösung sowie Ausmaße von 3,4 x 4,5 Zentimeter: Die nackten Display-Fakten sind sicherlich gut, aber keineswegs spektakulär. Doch das G400 hat einen entscheidenden Trumpf im Ärmel: Auch das Außendisplay weist diese Eckdaten auf. Und das ist noch nicht alles: Es handelt sich sogar um ein sogenanntes Fulltouch-Außendisplay, das nicht nur auf Berührungen, sondern auch auf Bewegungen reagiert. Dadurch kann der Nutzer beispielsweise im geschlossenen Zustand durch die Playlisten des MP3-Players blättern - und das klappt richtig gut! Apropos MP3-Player: Nicht zuletzt durch den relativ großen Klangkörper leistet der Mono-Lautsprecher einen guten Dienst. Zwar klingen die Tracks ein wenig metallisch, doch dafür weitestgehend unverzerrt und recht klar.
Keine Verständigungsprobleme
Bei der Java-Performance reißt das G400 keine Platinen aus den Sockeln: Schulnote 4. Allerdings reicht die Leistung für die meisten 3D-Java-Spiele problemlos aus. Das Display-Duett ist erwartungsgemäß ein recht gieriger Stromfresser, denn mehr als vier bis fünf Tage Dauerbetrieb sind definitiv nicht drin. Für ein UMTS-Handy ist das sicherlich kein erschreckend schlechter Wert, doch viele andere UMTS-Kollegen sind mittlerweile ausdauernder. Eine blitzblanke Leistung liefert der Fernöstler dafür im Bereich Empfangsleistung ab. Selbst in entlegenen Gegenden hält der Koreaner pflichtbewusst Kontakt zum nächsten Mast – auch im sensiblen E-Netz-Frequenzband. Telefonate mit dem G400 machen darüber hinaus richtig Spaß, da es den Machern gelungen ist, den nervigen Blechdosen-Klang fast auszumerzen. Recht natürlich klingen daher die Stimmen, ohne dass Nebengeräusche stören.
[VT] 17.09.2008
Mehr Klapphandy Handys
Weitere Klapphandy Handys