Bei der Evolution der Kamerahandys waren die Cybershot-Handys stets federführend. Die neue technologische Speerspitze C905 hat entsprechend viel unter Haube, um neue Maßstäbe zu setzen. 8-Megapixel-Auflösung, Xenon-Blitz, Autofokus, automatische Gesichtserkennung sowie weitere Software-Tricks, um das Optimum aus den Fotos zu kitzeln. Ein Aufwand, der sich auszahlt: Selbst in der Automatik-Einstellung gelingen auf Anhieb scharfe und farbechte Schnappschüsse - eine echte Referenz-Leistung! Auch abseits des Edelknipsers bietet der Slider reichlich Luxus: W-LAN-Schnittstelle, GPS-Navigation via Wayfinder 7, alle relevanten Organizer-Funktionen, Stereo-Bluetooth, etc... Nennenswerte Lücken weist das UMTS-Handy nicht auf!
Kein Tastenoptimum
Klar, aufgeräumt und angenehm groß, sieht das Joypad aus, das mit einem auseichenden Abstand von sechs Steuertasten umringt ist. Das hört sich nach prima Voraussetzungen für zünftige Spielsessions an, doch leider gestaltet sich die Realität anders. Das Steuerkreuz ist recht steif. Da zudem die Umrandung recht scharfkantig ist, wird der Daumen bei längeren Zocker-Einlagen ordentlich beansprucht. Zartere Finger werden hier also sehr wahrscheinlich Schmerzen bekommen. Die Zahlentastatur ist da schon daumenfreundlicher gelöst, ohne aber zu begeistern. Zwar verzichteten die Designer glücklicherweise auf gewagte Spielereien, doch den klar gegliederten Tasten mangelt es ein wenig am prägnanten Druckpunkt. Schade, dass auch Sony Ericsson nach wie vor nicht immer das rechte Augenmaß hat, wenn es um die Entwicklung von praxistauglichen Knöpfen geht.
Glasklare Sicht
Das ausreichend große QVGA-Display ist mit einem Mineralglas überzogen. Dies ist nicht nur ein guter Schutz vor Kratzern, es sorgt auch für eine auffallend hohe Farbbrillanz - da bleibt das Auge förmlich am TFT-Display kleben! Der Sound ist ebenfalls von der besseren Sorte. Zwar sorgt der integrierte Lautsprecher nicht gerade für die wuchtigsten Bässe, doch insgesamt ist das Klangbild recht stimmig. Übrigens: Der Freisprecher hat diesen Namen auch wirklich verdient. Über das Headset ist ebenfalls alles im Grünen Bereich, wobei die Qualität aber nicht mit den Walkman-Kollegen mithalten kann.
Auffällig unauffällig
Im technischen Bereich leistet sich das
C905 in keiner Disziplin einen Durchhänger. So managt der Slider beim Java-Benchmark-Test problemlos 3D-Grafiken, sodass die Schulnote "Gut" herausspringt. Bei den Messwerten überzeugt der Edelknipser trotz Luxus-Display und Ausstattungsballast mit einer Rufbereitschaft von immerhin fünf vollen Tagen, wenn man nicht gerade die GPS-Navigation nutzt. Die Verständigung funktioniert auf einem hohen Niveau. Nebengeräusche sind beim
C905 ein Fremdwort und Stimmen klingen angenehm natürlich. D-Netzler dürfen mit dem Slider ruhig auch die Pampa durchstreifen, denn der Empfang liegt auf einem sehr stabilen Niveau. Im E-Frequenzband hingegen fällt die Empfangsleistung in Gebieten mit schwacher Netzversorgung auffällig stark ab.
[VT] 12.11.2008
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