Die hochauflösende Kamera mit dem Xenon-Blitz ist nicht das einzige technische Schmankerl, mit dem das K850i aufwarten kann. Dank HSDPA beeindruckt das Gerät auch mit besonders flotter Datenübertragung. Auch in Sachen Steuerung gibt sich Sony Ericsson mit Sensortasten und Neigungs-Sensor hochmodern.
Gefällige Optik
Einen guten Eindruck hinterlässt der Bildschirm des K850i, der ein sehr klares, kontrastreiches Bild liefert. Mit einer Auflösung von 240x320 Pixeln ist das Display dabei auf der Höhe der Zeit. Gerade bei Spielen wie Rise of Lost Empires, die detailreiche Grafiken bieten und Übersicht verlangen, macht sich der Unterschied zu älteren Screens besonders positiv bemerkbar – wenngleich selbiger nicht zu den größten unter den Handybildschirmen gehört. Dank der guten Entspiegelung der Oberfläche können Sie auch Handyspiele mit dunklen Farben - wie den klassischen Modus von Asteroids - ohne ärgerliche Spiegeleffekte genießen.
Kraftvoller Klang
Laut, kraftvoll und klar klingt es aus dem Lautsprecher des K850i. Üblicher Standard bei den Handys des Herstellers sind die seitlich am Gerät angebrachten Tasten, über die sich die Lautstärke bequem anpassen lässt, ohne dazu in spezielle Menüs wechseln zu müssen. Da nicht jede Melodie in Handygames auf die Dauer ein Genuss ist, ist dies auch für Spieler eine sinnvolle Sache.
Nach unten gerutscht
Wirklich ungewöhnlich ist die Platzierung des Steuerkreuzes: Statt zwischen Display und Ziffernblock zu sitzen, ist es als schlankes Rechteck um die Tasten 2 und 5 herumgelegt. Für den Spielbetrieb ist diese Konfiguration wenig praktikabel. Zwar gehen Druckpunkt und Genauigkeit des Kreuzes in Ordnung, aber aufgrund der Form ist eine schnelle Bedienung kaum möglich. Noch irritierender ist aber, dass die Nummerntaste 5 - die in den meisten Spielen als „Feuerknopf“ dient – schwer zu erreichen ist, da sie nicht in der Mitte des Steuerkreuzes liegt. Normalerweise liegt in der Mitte die Bestätigungstaste – diese sitzt beim
K850i jedoch als Sensortaste über dem Bedienfeld. Der eigentliche Haken an der Sache: In manchen Spielen wird mit der 5 nicht derselbe Befehl gegeben wie mit der Sensortaste (bei anderen Geräten ist dies ja im Normalfall der Joystickdruckknopf)!
Innovativer Versuch
Auch die Bedienung über die Zifferntasten ist problematisch. Denn die einzelnen Tasten sind sehr klein, liegen dazu noch weit auseinander und sind durch das exotische Steuerkreuz unterbrochen – zum Spielen eine denkbar schlechte Kombination. Immerhin: Die Druckpunkte der Tasten sind knackig, jeder Knopfdruck ist deutlich hör- und spürbar. Wirklich Spaß macht dagegen das Spielen mit dem eingebauten Bewegungssensor, den Sie im vorinstallierten Marble Madness 3D ausprobieren können. Leider sind im Moment aber keine weiteren Handyspiele geplant, die den Neigungssensor unterstützen.
Solide Leistung, aber kein Grafikwunder
Sony Ericssons neues Kamera-Handy mag voll mit beeindruckender Technik sein. In unserem Grafiktest riss es jedoch keine Bäume aus. Die Punkthöhe fällt zwar respektabel aus, mit wirklichen Grafikboliden wie Nokias N95 kann es das
K850i aber nicht aufnehmen. Eine Neuerung gibt es bei der Aufrüstung des Speichers: Den können Sie nämlich sowohl mit einem Memory Stick Micro, als auch mit microSD-Speicherkarten erweitern.
[IH] 17.10.2007
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