Nach dem Sony Ericsson in den letzten Monaten starke Umsatzeinbußen hinnehmen musste, setzt das Unternehmen nun verstärkt auf Touchscreen-Geräte. Das Modell Vivaz macht deutlich, dass sie dabei ihre bekannte Stärke nicht außer Acht lassen: cooles Design. Erhältlich in vier frischen Farben fällt das Vivaz zudem durch die schnittige, leicht-futuristisch wirkende Ellipsen-Silhouette positiv auf. Da kein Metall verbaut wurde, ist das Smartphone zudem angenehm leicht. Der allzu dünne Akkudeckel sorgt allerdings dafür, dass Spaltmassen zu erkennen sind.
HD-Aufnahmen
Prunkstück des
Vivaz ist die 8,1-Megapixel-Kamera, die auch Videoclips in HD-Qualität ermöglicht (1.280 x 720 Pixel bei 30 fps). Während es wirklich Laune macht, hochwertige Clips zu filmen, kann der Knipser bei schlechteren Lichtverhältnissen nicht überzeugen, denn oftmals sind die Fotos blass und leicht verwaschen. Abseits der Kamera bietet das Smartphone das volle Programm: Stereo-Bluetooth, alle schnellen Datenbahnen sowie ein GPS-Empfänger plus die kostenpflichtige Offboard-Navigation-Software „Wisepilot“. Wirklich Wichtiges dürfen daher nur die Spezialisten vermissen.
Nicht der schnellste
Beim Touchscreen stimmen die Eckdaten zwar auf alle Fälle, doch bei der Bedienung mit dem Finger oder dem beigelegten Eingabestift, fällt das gebremste Tempo negativ auf. Beim verwendeten Betriebssystem Series60 (bekannt durch Nokia-Handys) ist zudem der Umstand störend, dass man manchmal zwei Mal auf ein Tastenfeld drücken muss, um es zu aktivieren. Multitouch-Eingaben sind außerdem nicht möglich. Im Bereich Sound ist es erfreulich, dass das Gerät über ein 3,5-mm-Klinkestecker verfügt, denn der beigelegte Kopfhörer ist mäßig. Der MP3-Player klingt ansonsten vernünftig und ist gut bestückt. Da eine 8 GB microSD Karte bereits im
Vivaz steckt, muss man sich über den Umfang des Musikarchivs keine Gedanken machen.
Starker Akku
Sehr erfreulich: Das
Vivaz ist ein echter Zocker! Nicht, nur das es auch Games mit Neigungssensor-Steuerung unterstützt, es liefert beim Java-Benchmark-Test sogar eine neue Bestmarke ab! Bei der bereits drauf gespielten Snowboard-Simulation SSX 3 geraten so selbst aufwändige 3D-Grafiken nicht ins stocken. Auch der Lithium-Polymer-Akku kann überzeugen. Im Praxistest blieb er nahezu eine volle Woche auf Empfang. Bei der Verständigung könnten Stimmen zwar lauter und voluminöser klingen, doch dafür sind Nebengeräusche die Ausnahme. Bei der Empfangsleistung fällt das
Vivaz durchweg positiv auf, denn in allen Frequenzbereichen liefert es auch abseits von Städten gute Werte ab.
[VT] 08.03.2010
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