Der Name ist Programm: Das Candybar-Handy sieht tatsächlich puristisch aus, denn der „schwarze Block" gibt sich erst als Mobiltelefon zu erkennen, sobald die Tastenfelder anfangen weiß zu leuchten. Auffällig ist natürlich das Display, denn das bietet im wahrsten Sinne des Wortes den kompletten Durchblick. Trotz der hohen Preisklasse wurde nur Plastik verbaut. Daher bringt es zwar nur knapp 70 Gramm auf die Waage, doch sonderlich robust wirkt es dadurch nicht gerade. Auch bei der Ausstattung beschränkt sch das Pureness eher auf das Wesentliche. So fehlt beispielsweise eine Digicam. Immerhin bietet es einen Audio/Video-Player, Stereo-Bluetooth, UMTS/HSDPA sowie alle wichtigen Alltagsmanager.
Neue Sichtweisen
Stolze 699 Euro kostet das Designstück. Hauptgrund dafür ist die sehenswerte Display-Innovation. Das Ganze erinnert ein wenig an eine Kristallblock-Lasergravur. Gerade in dunkler Umgebung sind einem mit diesem Handy staunende Blicke sicher. Auf der anderen Seite müssen Nutzer mit einem schmerzhaften Kompromiss leben. Da es sich um ein Monochrom-Display handelt, machen auf dem ohnehin schon recht kleinen Bildschirm Internet-Ausflüge wenig Laune. Auch das Zocken des installierten Java-Games Pac Man erfordert höchste Konzentration. Hinzukommt, dass das Display sensibel auf Lichteinfall reagiert. Gerade bei Tageslicht verliert man schnell den Überblick.
Leicht schwammig
Auch die Tastatur hat so ihre Tücken. Größe und Anordnung gehen zwar in Ordnung, insgesamt fühlt sich aber alles ziemlich schwammig an, sodass man schon kräftig drücken muss, um einen Befehl auszulösen. Auch die insgesamt fünf kleinen Steuertasten und das Joypad sind nicht gerade die bequemsten. Vor allem die beiden Menütasten müssen sehr präzise getroffen werden, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Da das Pureness aber ohnehin nicht fürs Zocken ausgelegt ist, wiegt dieser Malus nicht so schwer. Der Sound ist der Preisklasse nicht würdig. Nur in den Höhen kann das Pureness überzeugen, denn von tieferen Frequenzen ist es schlichtweg überfordert. Bei hoher Lautstärke verzerrt der Klang zudem. Gut hingegen: Mit einem Archiv von rund 2 GB ist es sehr aufnahmefähig.
Kein Technik-Sonderpreis
Eher als graue Maus präsentiert sich der Schönling im Bereich Messwerte. Mit einer UMTS-Rufbereitschaft von vier bis fünf Tagen erreicht es einen Durchschnittswert, wobei man von einem Handy mit Monochrom-Display mehr erwarten könnte. Die Sprachqualität zeichnet sich durch eine ruhige Stimmübertragung in beide Senderichtungen aus. Nur bei stabilen Verbindungen ins Festnetz wird eine natürliche Stimmwiedergabe erzielt. Wer mit dem Handy telefoniert, darf sich in allen Frequenzbereichen über eine solide Empfangsleistung freuen.
[VT] 15.02.2010
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