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Handytest

Mini-Jukebox!

Sony Ericsson Yendo

Ein Fall für das Handy-Museum? Das Yendo ist vermutlich das letzte Handy mit proprietärem Betriebssystem aus dem Hause Sony Ericsson.

Sony Ericsson mag es bekanntlich kompakt und so ist auch das Yendo ein wahrer Hosentaschenfreund – allerdings mit einem entsprechend kleinen Display, das zudem qualitativ nicht voll auf der Höhe der Zeit ist. Ansonsten ist das Yendo ein optisch ziemlich unauffälliger Begleiter, denn abgesehen von mehreren Farbvariationen bietet es keine nennenswerten Merkmale. Doch eins: Es gibt nur eine physische Steuertaste, was keine gute Wahl war, doch dazu später mehr... In punkto Verarbeitungsqualität gibt es nichts zu bemängeln. Das Material ist recht hochwertig und alles fügt sich präzise zusammen.

Basis-Funktionen

W150i lautet die Typenbezeichnung des Yendos. Anhand der kleinen Zahl ist klar, dass wir uns im absoluten Einsteigersegment befinden. Entsprechend mau ist auch das Komfortpaket. So funkt es nur im Dualband, Breitbandschnittstellen fehlen völlig und die 2-Megapixel-Kamera ohne Fotolicht und Autofokus ist im Alltag völlig überfordert. Positiv sind daher einzig die musikalischen Talente, denn sowohl der Music Player, als auch das UKW-Radio überzeugen durch ein warmes Klangbild. Der Stereo-Kopfhörer ist für die Preisliga ebenfalls sehr hochwertig.

Laaangsam!

Kommen wir zum düstersten Kapitel: die Handhabung. Sony Ericsson entschied sich für ein eigenes Betriebssystem mit einer so genannten Vier-Ecken-Navigation. Die Idee ist zwar gut, doch die Umsetzung schlichtweg eine Katastrophe. Zunächst einmal ist die Performance so schlecht, dass das kinetische Scrolling auf dem Mini-Display einem sehr viel Geduld abverlangt. Da zudem nur ein zentraler Steuerknopf zu Verfügung steht, geraten selbst die einfachsten Befehle zum großen Ratespiel. Sobald man sich in einem Untermenü befindet, sucht man überdies oftmals vergebens nach an sich bekannten Menüeinstellungen. Kurzum: Bei der Handhabung stimmt rein gar nichts.

Wochenbegleiter

Ein kleiner Lichtblick ist immerhin die Akkuleistung. Zumindest bei einem moderaten Telefonierverhalten ist eine Rufbereitschaft von bis zu einer Woche drin – immerhin hier macht sich das Fehlen von UMTS positiv bemerkbar. Weniger prickelnd ist die Qualität der Telefonate, denn oftmals klingt der Gesprächspartner recht nuschelig und dumpf. Was aber am meisten stört, sind die fehlenden Gaming-Qualitäten. Davon abgesehen, dass das Display ohnehin schon grenzwertig klein ist, ist die Java-Performance eingeschränkt und eine breite Unterstützung der Software-Branche ist auch nicht zu erwarte, denn nur die hauseigene Spielarena sorgt für ein wenig Spielspaß.

[US] 28.02.2011

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Airgamer Handy Test - Wertung

Pro
bullet Kompakt
bullet Günstig
bullet Guter Music-Player

Contra
bullet Kleines Display
bullet Mäßige Performance
bullet Sperrige Handhabung

Fazit
Günstig und musikalisch, aber in der Handhabung eine Katastrophe!


Einzelwertungen
Touchscreen
mangelhaft
Joystick
---
Tastatur
---
Display
---
Grafikleistung
ausreichend
Sound
gut


Kategorie
Touchscreen Handys

Hersteller
Sony Ericsson

Preis
Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ulf Schneider

Völlig unverständlich, warum Sony Ericsson bei dem ersten Walkman-Volltouchscreen-Handy in die unterste Schublade griff. Die mäßige Ausstattung mag man ja, angesichts des geringen Preises noch verzeihen, aber das völlig verkorkste Bedienungskonzept nervt schlichtweg nur. Mein Tipp daher an Sony Ericsson: Das Gerät schnell wieder vom Markt nehmen und sich auf vernünftige Android-Smartphone zu konzentrieren. Dass das Unternehmen es besser kann, haben sie ja schon zur Genüge bewiesen. PS: Nach einer Weile stürzte das Yendo ab und ging nie wieder an.

»Günstig und musikalisch, aber in der Handhabung eine Katastrophe!«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
9,3 x 5,2 x 1,6
4,0 x 5,3 cm
240 x 320 Pixel
87 Gramm
ca. 5 MB + microSD
Erhältlich ab: Q1 2011

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