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Real Racing 3
iPad Spiele Test

Mit Freemium gegen die Wand

Real Racing 3

Real Racing könnte so gut sein, wäre da nicht das nervige Monetarisierungsmodell.

Die Sonne drückt und die Luft flirrt über dem Asphalt, während sich ein Bolide nach dem anderen mit gleichmäßig brummendem Motor an den Start schiebt. Einige Sekunden später schaltet das Startlicht auf Grün und der Fahrzeugtross schießt fauchend in Richtung der ersten Kurve - solche Szenen könnten Sie bei Real Racing 3 im Minutentakt erleben - wenn da nicht das Freemium-Syndrom wäre.

Nach dem Start direkt zur Kasse

Real Racing 3 setzt wie die Vorgänger auf Realismus. Dazu gehört auch, dass der eigene Rennschlitten im Gedränge Kratzer und Beulen bekommt und anschließend in die Werkstatt muss. Das trifft natürlich auch dann zu, wenn Sie neue Teile für bessere Leistung einbauen können. So weit alles kein Problem, hätte Firemonkeys nicht die Idee gehabt, ganz dem Realismus verpflichtet lange Wartungszeiten einzubauen. So müssen Sie zwischendurch immer wieder knapp eine Stunde in der Box verbringen - und das übrigens nicht nur, wenn Sie zu ruppig unterwegs waren. Mit jedem Rennen verschleißen Öl, Motor, Bremsen und Co etwas mehr und zwingen Sie nach ein paar Runden hinter dem Steuer in jedem Fall zur Spielpause. Es sei denn, Sie sind bereit, ein paar Goldmünzen springen zu lassen, die es für Echtgeld zu kaufen gibt. Die Vollreparatur eines Fahrzeugs kostet dann aber mindestens 70 Cent. Ein Schnäppchen sieht anders aus.

Es könnte so gut sein

Letztlich zwingt Sie Real Racing 3 damit, das zu unterbrechen, was richtig Spaß macht: die genialen Rennen. Die oben beschriebene Szene gibt es wirklich (abzüglich der flimmernden Luft) und das sorgt für satte Rennstallatmosphäre. Die Grafik ist dank opulenter Effekte wie dynamischen Reflexionen ein echter Kracher und die Rennen machen aufgrund der präzisen Steuerung und der zu- und abschaltbaren Assistenzsysteme auch dann richtig Spaß, wenn man Rennprofi oder blutiger Anfänger ist. Herausforderungen gibt es mehr als genug, da Firemonkeys über 900 Events untergebracht hat, die erst einmal durchgespielt werden wollen. Das allerdings bringt alles nichts, wenn man zwischendurch gefühlt Wochen mit Warten verbringt, bis man wieder ins Cockpit steigen darf.

[RW]
05.03.2013

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sehr gut
Handyspiele-test - Multiplayer
gut

Pro
bullet Atmosphärische Rennen
bullet Beeindruckende Grafik
bullet Variabler Schwierigkeitsgrad

Contra
bullet Nerviges Freemium-Modell

Spielspaßdauer
Handygames-test - Spielspaßdauer kurz

Schwierigkeitsgrad
Handygames-test - SchwierigkeitsgradHandygames-test - SchwierigkeitsgradHandygames-test - SchwierigkeitsgradHandygames-test - SchwierigkeitsgradHandygames-test - Schwierigkeitsgrad mittel bis schwer

Fazit
Als Premium-Spiel wäre Real Racing 3 ein Hit geworden, so reißt EAs Gebettel nach Geld den Spielspaß in den Keller.

Testgeräte
Apple iPad (Dritte Generation), iPad2

Entwickler / Publisher
Firemint / Electronic Arts

So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Es ist eine Schande. Real Racing 3 ist ein richtig gutes Rennspiel geworden - und macht es mir trotzdem unendlich schwer, es zu genießen. Wenn ich nach jedem Rennen zusehen muss, wie der Verschleiß meines Wagens zunimmt und die Wartepause näher rückt, kommt keine echte Freude auf. Noch dazu sind die Kosten für die Verkürzung des Werkstattaufenthalts so lächerlich hoch angesetzt, dass zum Warten noch ein klein wenig Wut hinzukommt. Hätte EA als Publisher einen Preis von 10 Euro angesetzt, es wäre nur fair gewesen. So aber ist ein genialer Titel zur Melkkuh verkommen.

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