Gerne wird in den Medien behauptet, Spore: Wilde Kreaturen sei im Handheld-Bereich nur für den Nintendo DS erschienen. Zum Glück ist dem nicht so, auch an uns Handyzocker hat EA mit einer Umsetzung gedacht. Seit kurzem machen die Wilden Kreaturen auch das iPhone und den iPod touch unsicher, dies nahmen wir zum Anlass, die Java-Version zu testen. Diese muss zwar im Vergleich zum Nintendo DS-Spiel auf einige Features verzichten, aber das wichtigste Element wurde übertragen. Denn Spore: Wilde Kreaturen ist nicht einfach "nur" ein gutes Action/Geschicklichkeitsspiel mit einem Kreatureneditor. Das Spielprinzip wurde um einige Rollenspiel-Elemente erweitert.
Raus aus der Ursuppe...
Wie es der Name schon andeutet, steuern Sie hier keinen Einzeller mehr, sondern einen komplexen Organismus. Schon das erste Hindernis im Spiel können Sie nur überwinden, wenn Ihre Kreatur einen Evolutionssprung vollzieht: Sie muss sich Beine wachsen lassen. Was im Laufe der Geschichte abertausende von Jahren dauerte, schaffen Sie jetzt in unter drei Minuten. Im Kreatureneditor, dargestellt durch ein Nest, können Sie die Farbe Ihres Schützlings genauso verändern wie dessen Körperform und Extremitäten. Da die Kreaturen auch über witzige Animationen verfügen, macht es viel Spaß, mit verschiedenen Designs herumzuexperimentieren. Den Sound können Sie bei diesem Handyspiel allerdings getrost wegschalten.
...hinein mit den Pantoffeltierchen!
Auch wenn Sie sich bei diesem Handyspiel Ihre Spore zu einem friedlichen "Sozialisator" erziehen dürfen, ganz pazifistisch geht es natürlich nicht zu. Denn obwohl sich Ihre Kreatur auch mit anderen anfreunden kann, um so an nützliche Upgrades zu kommen, gilt dennoch folgendes elementares Gesetz: Fressen, oder gefressen werden! Diesmal warten nicht nur hunderte von kleinen "Pantoffeltierchen" auf den Verdauungstrakt Ihres Hosentaschenmonsters: In jedem Areal gilt es, eine bestimmte Anzahl von Früchten zu finden. Außerdem sind Sie ständig auf der Suche nach neuer DNA, um Ihre Kreatur weiter ausbauen zu können.
Rollenspiel-Spore
Wo wir gerade von unterschiedlichen Arealen sprechen: Bei
Spore: Wilde Kreaturen müssen Sie sich nicht einfach nur linear "durchs Spiel mampfen". Wie bei einem Rollenspiel gibt es Geheimnisse zu entdecken und Gegenden zu erkunden. Vereinfacht wird dies durch die Karte, die Sie jederzeit einblenden dürfen. Neu sind auch die Bossfights, die Sie nur gewinnen können, wenn Ihre Kreatur stark genug ist oder Sie sehr schlau vorgehen. Im Laufe des Spieles finden sich immer mehr Körperteile, mit denen Sie Ihre ganz persönliche Kreatur erschaffen können. Ihr "Einzelteillager", welches sich in Ihrem Nest, oder besser gesagt im Editor befindet, wird umfangreicher, je länger Sie spielen - auch für Dauermotivation ist also gesorgt.
[KH] 01.02.2010
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