N-Gage Spiele Test
Lara Croft erklimmt die N-Gage Plattform
Tomb Raider Underworld
Vor 13 Jahren kannten nur eingefleischte Gamer den Namen Lara Croft. Heute kennt, auch dank Angelina Jolie, fast jeder die hübsche Archäologin.
Vor über zehn Jahren erschien der erste Tomb Raider Teil zuerst für den Sega Saturn und dann auch für die Playstation. Damals waren alle begeistert von der Bewegungsfreiheit in 3D, etwas bisher völlig Neuartiges. Die Grafik war damals auch bahnbrechend, wirkt aber heute mehr als altbacken. Der neueste Teil, Tomb Raider Underworld wurde für PCs und fast alle Konsolen umgesetzt. Bei Nokias N-Gage ist dieser Titel momentan Spiel der Woche. Grund genug für uns, das Handyspiel einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Was ist anders?
Die 3D-Grafik bei der N-Gage Version sieht für ein Handyspiel gar nicht schlecht aus. Und erstaunlicherweise sieht
Tomb Raider Underworld auf dem kleinen Handysdisplay sogar besser aus als der erste Teil von 1996. Wenn man(n) hier, wie bei Tomb Raider damals auch, versucht, Lara in eine Ecke zu bugsieren, um einen Blick auf ihre erstaunliche Anatomie zu werfen, wird man allerdings gleich enttäuscht. Lara bewegt sich nur nach vorne oder hinten. Um die Kurven wird automatisch gelaufen. Also ist mit Bewegungsfreiheit schon mal Essig.
Laufen und Springen
Also läuft, springt und klettert Lara auf Ihr Kommando. Über Einblendungen erfahren Sie, welche Taste Sie gerade drücken können. So können Sie sich z.B. an einer Wegkreuzung entscheiden, ob Sie nach links oder nach rechts abbiegen wollen. Leider kommt es allerdings auch vor, dass Sie Lara in ihren sicheren Tod befördern, wenn Sie springen. Und das obwohl Ihnen das Drücken der Taste über eine Einblendung vorgeschlagen wurde. Das Freeclimbing ist zwar durchaus spannend, aber mindestens auch genau so unfair. Hier steigt der Frustfaktor!
Nanu, ich höre nichts?
Auch wenn im Titelmenü eine hübsche Melodie erklingt, im Spiel müssen Sie größtenteils ohne Musik auskommen. Auch Spielgeräusche vermissten wir. So läuft Lara absolut lautlos durch die Gänge, nur ihr vertrautes Stöhnen beim Klettern durften wir vernehmen. Die Rätsel sind hingegen durchaus unterhaltsam und dank vieler Minispiele gut in Szene gesetzt. Dies kann man leider von den Kämpfen nicht behaupten. Die Steuerung beim Ballern macht diese Parts zu Frustgipfeln, da hilft auch das hübsche Design der Feinde nicht mehr viel.
[KH] 16.09.2009
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