Es gibt nicht viele Spiele, die sich als Vorreiter eines ganzen Genres bezeichnen dürfen. Virtua Fighter gehört definitiv zu dieser Kategorie - denn schließlich konnten sich alle Prügel-Fans endlich auch in 3D eins auf die Zwölf verpassen. In Virtua Fighter Mobile dürfen sich endlich auch alle Handyspieler kloppen, ganz ohne Verletzungsgefahr und in 3D. Sicher kein schlechter Ansatz, denn schließlich hat das beliebte Genre auf der mobilen Plattform noch erheblichen Nachholbedarf.
Acht Krieger sollt Ihr sein
Genau wie im Original haben Sie im Handyspiel die Auswahl zwischen den acht bekannten Kämpfern wie Akira, Jeffry oder Pai. Mit Kicks, Schlägen und Würfen prügeln Sie sich um den Sieg. Da kommt der Trainingsmodus für die todbringenden Combos gerade recht. Schade nur, dass ein Multispieler-Modus fehlt, denn die Bluetooth-Funktion moderner Handys hätte sicher für spannende Duelle gesorgt.
In der Ruhe liegt die Kraft
Im Gegensatz zur Konsolen-Variante spielt sich die Prügelei allerdings relativ bedächtig. Zu schnell kommen die Fighter an Ihre körperlichen und mobilen Grenzen. So reichen meistens die Grundschläge zum finalen Sieg, erst die späteren Gegner fordern Ihr ganzes Geschick auf der Handy-Klaviatur. Anfänger kommen dann auch schnell aus der Puste, weil die komplexen Special-Moves die Tasten Ihres Handys voll ausreizen.
Ein Schritt nach vorne?
Auch bei der 3D-Optik zeigt sich überraschend schnell die Grenze des Machbaren. Die Kult-Kämpfer wirken im Vergleich zu ihren Konsolen-Kollegen eckig und behäbig. Dafür dürfen Sie sich aber auch in allen Richtungen um Ihren Gegner bewegen und diesen mit Schlägen malträtieren. Für einen ersten Versuch sicher keine schlechte Variante - und schließlich war der Titel schon auf den Spielautomaten ein Vorreiter für alle anderen Titel des Genres.
[DH] 08.11.2008
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