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Gamepad 2

Tablet Test

Das neue Gaming-Tablet aus Frankreich im Test

Archos Gamepad 2

Archos hat ein Herz für Gamer. Das haben die Franzosen schon im vergangenen Jahr mit dem Gamepad bewiesen. Mittlerweile ist auch das Gamepad 2 erhältlich. Wir haben es uns näher angeschaut.

Das Archos Gamepad 2 ist kein normales Android-Tablet – das dürfte jedem klar werden, der einen Blick auf Verpackung des Geräts wirft. Archos umrahmt den 7 Zoll großen Touchscreen mit Controller-Tasten, wie man sie von Handhelds kennt. Zu finden sind dort neben zwei Analogsticks auch ein Steuerkreuz, Action-Buttons und vier Schultertasten. Die Verarbeitung des Geräts insgesamt macht einen soliden Eindruck, wobei sie mit zum Teil ungleichen Spaltmaßen nicht ganz makellos ausfällt. Wirklich störende Macken findet man aber nicht.

Display-Schwäche des Vorgängers beseitigt

Für das Display des Gamepad 2 verwendet Archos ein IPS-Panel mit 1.280 x 800 Pixeln. Eine gute Entscheidung: Die Farben sind knackig, das Bild ausreichend scharf, hell genug für den Außeneinsatz und äußerst blickwinkelstabil. Gerade in dieser Disziplin war der Vorgänger bei den Kritikern weniger gut angekommen. Bei der Steuerung macht der Touchscreen in der Regel eine gute Figur und reagiert zackig auf Eingaben. Verzögerungen gibt es nur, wenn der Prozessor etwas stärker gefordert ist. In seltenen Fällen kann es dann zu Fehleingaben kommen – etwa, wenn eine Webseite im Browser noch nicht vollständig geladen wurde.

Performance nicht immer tadellos

Die Rechenarbeit erledigt im Archos Gamepad 2 ein Quad-Core-Prozessor von Rockchip, der auf 1,6 GHz getaktet ist und 2 GB Arbeitsspeicher besitzt. Dadurch ist das Tablet in den meisten Situationen nicht aus der Ruhe zu bringen. Beim für das Gaming wichtigen Grafikprozessor handelt es sich um eine Mali 400 MP4-GPU – eine eher mittelprächtige Wahl. Der Chip ist zwar leistungsfähig genug, um auch aktuellste Spiele flüssig auf das Display zu bringen, zum Teil müssen dann aber die Details zurückgenommen werden. Da viele Spiele das automatisch machen, merkt der Spieler davon allerdings nichts. Auffällig wird es erst beim Vergleich mit aktuellen Spitzenmodellen wie dem Nexus 7 (2013).

Portable Konsole...

Diese Schwäche will Archos mit dem physischen Controller wettmachen, was durchaus gelingt. Spiele wie Dead Trigger 2, die von Haus aus Controller unterstützen, spielen sich direkter als mit der Touchscreen-Steuerung. Gleiches gilt für Modern Combat 4 und Asphalt 8, die von Gameloft angepasst wurden und als kostenloses Beiwerk mit dem Gamepad 2 mitgeliefert werden. Um auch Android-Titel spielbar zu machen, die ohne Controller-Support ausgeliefert werden, hat Archos ein Mapping-Tool entwickelt, das Berührungen auf dem Touchscreen simuliert, sobald man eine Controller-Taste drückt. So lassen sich On-Screen-Buttons mit den physischen verbinden. Bei den meisten von uns getesteten Spielen hat das gut funktioniert, wobei zum Teil ein leichtes Lag bemerkbar war. Spiele, die eine gute Reaktion erfordern, lassen sich so nicht optimal bedienen.

...mit guter Akkulaufzeit

Die beim Vorgänger oftmals kritisierte kurze Akkulaufzeit macht beim Gamepad 2 keine Probleme mehr. Gut acht Stunden schaffte das Tablet bei der Wiedergabe von Full HD-Videos und bewegt sich damit im guten Mittelfeld. Ein weiteres kleines Manko hat Archos mittlerweile ebenfalls in Angriff genommen. Zum Start war das Gamepad 2 lediglich in einer 8 GB-Version erhältlich, was für ein Gaming-Tablet trotz der Möglichkeit zur Verwendung externer Speicherkarten sehr knapp ist. Ende Januar soll nun aber auch eine Version mit 16 GB erscheinen. Für passionierte Spieler ist die definitiv die bessere Wahl.

[RW]

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Pro
bullet Dedizierte Gaming-Tasten
bullet Besseres Display als beim Vorgänger
bullet Ordentliche Akkulaufzeit

Contra
bullet Teilweise Lags bei Mapping-Tool
bullet Mittelmäßige GPU

Fazit
Ein besserer Prozessor hätte gut getan.


Einzelwertungen
Touchscreen
gut
Display
gut
Grafikleistung
befriedigend
Sound
befriedigend


Kategorie
Google Android Tablets

Hersteller
Archos

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Will man mit seinem Android-Tablet hauptsächlich spielen, ist das Archos Gamepad 2 dank der eingebauten Controller und der Mapping-Software ein lohnenswerter Kauf. Als Tablet für Couch-Surfer ist das Gerät allerdings auch wegen der Controller nur zweite Wahl, da diese das Gehäuse aufblähen und so die Touch-Bedienung erschweren. Zudem gibt es bereits Tablets zu ähnlichen Preisen, deren Performance über jeden Zweifel erhaben ist. Nichtsdestotrotz liefert Archos hier eine solide Vorstellung ab, die zudem angesichts der wenigen Alternativen beinahe außer Konkurrenz läuft.

»Für Gamer gut«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
20 x 15,4 x 1
15 x 9,4 cm
800 x 1.280 Pixel
400 Gramm
8 GB, 16 GB
Erhältlich ab: Q1

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