Tablet Test
Aus 7 mach 9
Google Nexus 9
Google hat sich erneut mit HTC zusammengetan, um ein Nexus-Gerät zu entwickeln. Herausgekommen ist aber kein Smartphone, sondern das Nexus 9-Tablet. Wir haben das Vorzeigemodell für Android 5.0 getestet.
Nexus-Modelle waren in den letzten Jahren vor allem zwei Dinge: leistungsstark und sehr günstig. Beim Nexus 9 trifft nur noch ersteres zu. Der von HTC gebaute Flachrechner geht für knapp 400 Euro über den Ladentisch und liegt damit schon in höheren Preisregionen. Leider lässt das Äußere das nicht völlig erkennen. Zwar sind keine allzu großen Spaltmaße auszumachen, was für eine gute Verarbeitung spricht, das Design selbst ist allerdings wenig spektakulär. Schlimmer noch: Die aus Kunststoff gefertigte Rückseite lässt sich unter leichtem Druck ohne Weiteres eindellen. Das sollte in dieser Preisklasse nicht passieren.
Der iPad-Faktor
Während die Bauqualität nicht auf ganzer Linie überzeugen kann, gefällt die Bauform umso mehr. Das Nexus 9 bietet auf seinem 8,9 Zoll großen Display ungewöhnlich viel Platz für Inhalte, was am 4:3-Format der Anzeige liegt. Dieses Seitenverhältnis kennt man ansonsten eher von Apple, hat sich im Tablet-Bereich aber nicht nur beim iPad bewährt. Die Auflösung liegt bei 2.048 x 1.536 Pixeln und ist ausreichend scharf. Die Anzeige kann darüber hinaus eine hohe Helligkeit und realistische Farben vorweisen. Lichthöfe, wie sie bei zahlreichen frühen Modellen beobachtet werden konnten, waren bei unserem Testmodell kein Problem. Hier scheint man nachgebessert zu haben. Als Kamera besitzt das Nexus 9 ein 1,6-Megapixel-Frontobjektiv und eine 8-Megapixel-Hauptkamera, die durch einen LED-Blitz unterstützt wird. Im Vergleich zu anderen Tablets machen beide ihre Sache sehr gut. Die Bilder der rückwärtigen Knipse können bei guten Lichtverhältnissen sogar so manches Mittelklasse-Smartphone in den Schatten stellen.Ordentlich was unter der Haube
Stark präsentiert sich das Nexus 9 auch in Sachen Performance. Android 5.0 läuft auf dem Flachmann butterweich und bietet mit dem neu eingeführten Material-Design ein erfrischendes Nutzungserlebnis. Die hohe Arbeitsgeschwindigkeit ist natürlich auch dem technischen Unterbau geschuldet. HTC verbaut einen zweikernigen Tegra K1 mit 64-Bit-Unterstützung, dessen 2,3 GHz alles flüssig am Laufen halten. Besonders stark präsentiert sich der Chip bei Spielen. Dank der 192-kernigen GPU macht dem Nexus 9 hier so schnell kein anderes Gerät etwas vor. Speicherseitig ist das Tablet mit 2 GB RAM und einem 16 oder 32 GB fassendem internen Datenlager ausgerüstet. Da eine Speichererweiterung nicht möglich ist, sollte man beim Kauf genau über mögliche Nutzungsszenarien nachdenken. Wer das Gerät als Multimedia-Tablet einsetzen möchte, greift besser zur größeren Variante. Das 16-GB-Modell bietet schon nach dem ersten Start nur 9 GB Platz. Für Spieler und Filmfans wird das schnell zu wenig.Acht Stunden Videogenuss
Die dürfen sich dafür über ordentliche Puste freuen. Google hat sichtlich am Energieverbrauch des Systems gearbeitet, was dem Nexus 9 bei moderater Nutzung mehrtägige Laufzeiten beschert. Wer aufs Ganze geht und das Gerät nicht mehr aus der Hand legt, kann derweil etwa acht Stunden lang arbeiten oder Filme schauen. Bei anspruchsvollen Spielen sind es immerhin fünf bis sechs Stunden Laufzeit.[RW]
Bildergalerie (5 Bilder)
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Pro
Android 5.0
Starke Performance
Hervorragende GPU
Gute LaufzeitenContra
Teurer als Vorgänger
Mäßige VerarbeitungFazit
Leider nur technisch einwandfrei.
Einzelwertungen
Touchscr.

sehr gut
Display

gut
Grafikleist.

sehr gut
Sound

gut
Kategorie
Google Android Tablets
Hersteller
Preis
Aktueller PreisSo testen wir
Ralf Winkler
Das Nexus 9 ist aus rein technischer Sicht ein beeindruckend starkes Tablet. Dank Nvidias Tegra K1 zeigt es sich in allen Lebenslagen performant. Schlechter kommt dafür die Verarbeitung weg. Ob es an HTCs Unerfahrenheit im Tablet-Bau liegt oder schlichte Unaufmerksamkeit war – derartige Fehler dürfen bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht passieren. Wer sich an der labbrigen Rückseite nicht stört, dürfte mit diesem Flachrechner dennoch glücklich werden.
»Trotz Mängeln ein gutes Tablet.«
Das Nexus 9 ist aus rein technischer Sicht ein beeindruckend starkes Tablet. Dank Nvidias Tegra K1 zeigt es sich in allen Lebenslagen performant. Schlechter kommt dafür die Verarbeitung weg. Ob es an HTCs Unerfahrenheit im Tablet-Bau liegt oder schlichte Unaufmerksamkeit war – derartige Fehler dürfen bei einem Gerät dieser Preisklasse nicht passieren. Wer sich an der labbrigen Rückseite nicht stört, dürfte mit diesem Flachrechner dennoch glücklich werden.
»Trotz Mängeln ein gutes Tablet.«
Zusatzinformationen
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Maße in cm: Displaygröße: Auflösung: Gewicht: Speicherplatz: |
22,8 x 15,3 x 0,8 cm 2.048 x 1.536 Pixel 432 Gramm 16/32 GB |
| Erhältlich ab: | Q4 |









