Tablet Test
Endlich ein echter Nachfolger?
Apple iPad Mini 4
Nachdem das iPad Mini 3 nur ein lauer Aufguss des Vorgängers war, mutmaßten viele schon, Apple werde das Tablet auf das Abstellgleis schieben. Nun liegt das iPad Mini 4 in den Regalen und will beweisen, dass an diesen Gerüchten nichts dran war.
Zumindest einen Vorwurf muss sich Apple wohl gefallen lassen: Neue Ideen bei der Gestaltung bringt man auch in der vierten Generation nicht ins Spiel. Das iPad Mini 4 ist ein iPad Mini, wie man es seit Jahren kennt. Von Details wie den nun einreihigen Lautsprecherbohrungen abgesehen, sieht das neue Modell seinen Vorgängern zum Verwechseln ähnlich. Wer etwas frischen Wind erwartet hätte, wird das langweilig finden. Ein Vorteil ist jedoch nicht von der Hand zu weisen – Apple weiß mittlerweile sehr gut, wie das Tablet gebaut werden muss, um robust und gleichzeitig handlich zu sein. Bei der Verarbeitung hat man sich deshalb – wieder einmal – keine Patzer erlaubt. Weil es den Kaliforniern gelungen ist, das Gerät fast anderthalb Millimeter dünner und 40 Gramm leichter werden zu lassen, gefällt das iPad Mini 4 haptisch noch einen Tick besser.
Detailverbesserungen bei Display und Kamera
Beim Display hat sich augenscheinlich wenig geändert. 7,9 Zoll, IPS und 2.048 x 1.536 Pixel: Diese Eckdaten kennt man schon von früheren Modellen. Allerdings hat Apple ein wenig an der Bauweise geschraubt und damit dafür gesorgt, dass die Darstellungsebene näher unter der Glasabdeckung liegt, das diese weniger spiegelt und die Anzeige zudem etwas heller ist. Die Darstellungsqualität ist also noch einmal ein wenig besser geworden, ganz so scharf wie aktuelle Spitzen-Smartphones ist das iPad Mini 4 aber nicht. Etwas nachgebessert hat Apple auch bei der Kamera, die jetzt 8 statt 5 Megapixel aufzeichnet und einen Serienbild- und Zeitlupenmodus bekommen hat. Die damit gemachten Aufnahmen sind für Tablet-Verhältnisse gut, Hobbyfotografen werden wohl in Zukunft trotzdem nicht mit dem Tablet losziehen. Dafür sind die Bilder trotz ordentlicher Farbwiedergabe und Kontraste etwas zu körnig. Dass Apple nach wie vor auf einen Blitz verzichtet, macht es nicht besser.Flott, aber nicht top-aktuell
Im Alltagsbetrieb läuft das iPad Mini 4 butterweich und gibt sich keine Blöße – egal, ob beim Surfen, beim Spielen oder dem produktiven Einsatz. Nichtsdestotrotz bietet die Technik unter der Haube Anlass für Kritik, schließlich setzt Apple durch und durch auf Komponenten aus dem letzten Jahr und selbst da nicht auf das aktuellste Material. Gut ist, dass man dem iPad Mini 4 endlich einen zeitgemäßen Arbeitsspeicher mit 2 GB Fassungsvermögen verpasst, schlecht, dass es sich beim Chip um den Apple A8 aus dem iPhone 6 und nicht den schnelleren Apple A8X aus dem iPad Air 2 handelt. Nicht, dass dieser langsam wäre, mit Blick auf die Zukunftstauglichkeit ist er aber bestenfalls zweite Wahl. Auch die Entscheidung, auf 3D-Touch zu verzichten, wirkt bei einem erst in diesem Jahr vorgestellten Modell befremdlich. Immerhin können Nutzer dank der mit iOS 9 eingeführten Slide Over -und Split Screen-Funktionen zwei Apps auf einmal nutzen, sofern die Entwickler es unterstützen. Diese Neuerung hat Apple den Vorgängern vorenthalten. In diesem Punkt macht sich der verdoppelte RAM bezahlt.Akku: Da ging schon mal mehr
Die Akkulaufzeit war bislang immer eine Stärke der iPad-Reihe. Beim iPad Mini 4 hat das leider etwas nachgelassen. Zwar kommt man bei durchschnittlicher Nutzung mit einer Ladung noch immer problemlos über den Tag, im Dauerbetrieb schlägt sich das kleine Tablet jedoch etwas schlechter als die Vorgänger. Schon nach rund 5 Stunden Videowiedergabe geht dem iPad Mini 4 bei voller Bildschirmhelligkeit der Saft aus. Der Vorgänger hat dann noch locker eine Stunde durchgehalten. Schuld dürfte wohl die flachere Bauweise sein, die den Einsatz eines größeren Akkus verhindert.[RW]
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Pro
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Gute Performance
Gewohnt solide VerarbeitungContra
Technik aus dem vergangenen JahrFazit
Neu und trotzdem nicht ganz aktuell.
Einzelwertungen




Kategorie
Apple iOS Tablets
Hersteller
Apple
Preis
Aktueller PreisSo testen wir
Keine Frage, das iPad Mini 4 ist an sich ein tolles Tablet und endlich ein Nachfolger des iPad Mini 2, der diesen Namen auch verdient. Allerdings ist der Flachrechner weit davon entfernt, perfekt zu sein. Das liegt vor allem an Apples unverständlicher Firmenpolitik, der Mini-Serie keine aktuelle Hardware zu verpassen und die Geräte so unnötig zu beschneiden. Daran, dass das iPad Mini 4 viele Android-Konkurrenten alt aussehen lässt, ändert das aber nichts.
»Apple macht es gut, könnte es aber noch besser.«
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Maße in cm: Displaygröße: Auflösung: Gewicht: Speicherplatz: |
20,3 x 13,5 x 0,6 cm 1.536 x 2.048 Pixel 304 Gramm 16/64/128 GB |
| Erhältlich ab: | Q4 |








