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Mi Pad

Tablet Test

Das Android-iPad aus China

Xiaomi Mi Pad

Ein Android-Tablet im iPad Mini-Format mit starker Hardware – für viele Nutzer ist das ein Traum, den Xiaomi mit dem Mi Pad wahr werden lassen will. Ob das Gerät den Spagat schafft, haben wir getestet.

Optisch lässt sich die Ähnlichkeit zu Apples Kleinem kaum von der Hand weisen. Das Format und das Design wurden nahezu eins zu eins übernommen. Auf das Aluminium-Gehäuse des iPad Mini müssen die Nutzer aber verzichten. Der chinesische Hersteller bietet das Gerät nur in einem glänzenden und glatten Kunststoffkörper an, der dafür in verschiedenen Farben zu haben ist. Während die Verarbeitung Xiaomi gut gelungen ist, lässt die Haptik etwas zu wünschen übrig, weil das Mi Pad sich immer ein wenig so anfühlt, als würde es dem Griff entgleiten wollen. Andererseits sollte man bei einem Preis um die 200 Euro nicht zu viel erwarten.

Auf Augenhöhe mit dem iPad Mini

Das heißt allerdings, dass das Gerät nichts zu bieten hätte, im Gegenteil. Da wäre beispielsweise das 7,9 Zoll große Display, das es auf 2.048 x 1.536 Bildpunkte bringt und damit genauso scharf ist wie die Anzeige im Vorbild. Gute Farbwerte und stabile Blickwinkel sind dank der Verwendung der IPS-Technologie garantiert, die Helligkeit könnte aber etwas besser sein. Im Freien ist es dadurch nicht immer leicht, das Display abzulesen. Kameraseitig ist das Mi Pad ebenfalls gut aufgestellt. Eine 5-Megapixel-Knipse auf der Front und 8 Megapixel auf der Rückseite sind eine Ansage an die Konkurrenz, zumal Bilder als auch Videos gut gelingen. Für Schnappschüsse ist das Tablet also bestens geeignet.

Rechenleistung satt

Der eigentliche Star ist in diesem Fall allerdings der Prozessor. Xiaomi verbaut Nvidias Tegra K1, was vor allem Gamer-Herzen höher schlagen lassen dürfte. Tatsächlich flimmern auch neuste Spiele auf höchsten Einstellungen flüssig über die Anzeige – zumindest, wenn sie für den Chipsatz optimiert sind. Bei einigen Titeln wie Real Racing 3 ist es offensichtlich nicht der Fall, was in sichtbaren Detailabstrichen resultiert. Xiaomi ist das aber nicht anzulasten. Eine gute Performance kann man auch vom Android 4.4-basiertem Betriebssystem erwarten, das mit einer hauseigenen Oberfläche ummantelt wurde. Wichtigste Änderung ist dabei die Entfernung des App Drawers. Alle Anwendungen landen deshalb direkt auf dem Homescreen.

Guter Akku und viel Speicher

Eine Stärke des Mi Pad ist ganz klar die Akkulaufzeit. Xiaomi verbaut einen 6.700 mAh-Energiespender, der das Tablet auch bei Dauernutzung gute 10 Stunden in Betrieb halten kann. Dass der Akku nicht wechselbar ist, weil er unter einer fest verbauten Rückseite versteckt wurde, stört deshalb nicht. Die Designentscheidung, den seitlich angebrachten microSD-Slot nur per Spezialtool (oder Büroklammer) öffnen zu können, ist dagegen etwas befremdlich. Immerhin: Da hier bis zu 128 GB große Speicherkarten untergebracht werden können, sollten Mi Pad-Nutzer keine Platzprobleme haben. 16 GB intern gehen ebenfalls in Ordnung.

[RW]

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Pro
bullet Starker Prozessor
bullet Hervorragende Akkulaufzeit
bullet Scharfes Display
bullet Praktisches Format

Contra
bullet Anzeige etwas dunkel
bullet Rutschiger Kunststoff

Fazit
Starkes Tablet für erstaunlich wenig Geld.


Einzelwertungen
Touchscreen
sehr gut
Display
gut
Grafikleistung
sehr gut
Sound
gut


Kategorie
Google Android Tablets

Hersteller
Xiaomi

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Das Mi Pad ist in fast allen Belangen ein Spitzengerät. Sieht man vom etwas zu dunkel geratenen Display und der rutschigen Rückseite ab, weiß das Tablet auf ganzer Linie zu gefallen. Die Performance ist überragend, die Akkulaufzeit lang und die Kameras überraschend gut. Was man hier für 200 Euro geboten bekommt, lässt manches Premium-Gerät alt aussehen.

»Für Zocker sehr interessant.«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
20,2 x 13,5 x 0,8
cm
2.048 x 1.536 Pixel
360 Gramm
16
Erhältlich ab: Q3

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