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Online-Spiele wichtiger den je
Warum Online-Spiele in Deutschland immer wichtiger werden
Videospiele erfreuen sich mehr und mehr großer Beliebtheit. Lange Zeit galten sie lediglich als Zeitvertreib, manch Politiker hielt sie sogar für einen schlechten Einfluss. Pünktlich zum Wahlkampf 2017 nehmen Politiker aller Parteien wieder ins Visier - allerdings dieses Mal im positiven Sinne. Die wachsende Digitalisierung hat auch der Gaming-Branche vermehrt Aufmerksamkeit sowie unterschiedlichste Möglichkeiten verschafft. Das Online-Gaming boomt und es öffnen sich für Konsumenten vermehrt Türen in eine große Vielfalt und spielerische Freiheit.
Online-Gaming im steten Wachstum
2016 gab der Digitalverband bitkom eine Meinungsstudie heraus, die den Einfluss von Videospielen, vor allem Online-Spielen, innerhalb der deutschen Bevölkerung herauskristallisieren sollte. In dieser Studie fand man heraus, dass knapp 42 Prozent aller deutschen, egal ob Mann oder Frau, sich selbst als Videospieler betrachten. Bei einer Bevölkerung von knapp 82 Millionen Menschen bedeutet dies, dass ungefähr 34,4 Millionen Menschen in Deutschland mehr oder weniger Zeit mit digitalen Spielen verbringen. Zum Vergleich: Unsere Nachbarn aus den Niederlanden kommen gerade mal auf eine Einwohnerzahl von knapp 18 Millionen Menschen. Frauen mit 40 Prozent und Männer mit 43 Prozent halten sich die Waage, während beim Alter erwartungsgemäß die Waagschale stärker auf Seiten der jüngeren Bevölkerung ausschlägt. Dennoch sind knapp 12 Prozent bei der Altersgruppe ab 65 Jahren und älter ein auffälliger Wert, der darauf hindeutet, dass sich Online-Gaming in allen Gesellschaftsschichten etabliert hat.
Das Interesse an Gaming-Produkten ist da, denn es handelt sich nicht nur um 42 Prozent zockender Gamer in Deutschland, sondern zusätzlicher 32 Prozent an Gaming interessierter Menschen in der Gruppe, die noch nie ein Spiel gespielt haben. Dieser Wert stieg innerhalb der Jahre 2014 und 2016 um zehn Prozent, welches auf die wachsende Bedeutung und Aufmerksamkeit für das Thema hindeutet.
Ein Spiegelbild der Gesellschaft
Über die Jahre hat sich das Bild, welches Videospiele in der Gesellschaft hatten, gewandelt. Als umsatzstärkste Unterhaltungsbranche, weit über Hollywood, wird die Entwicklung digitaler Spiele mehr denn je zu einem großen Wirtschaftsfaktor - einer der Gründe, weswegen die Politiker das Thema in ihre Wahlprogramme aufnahmen. Online-Gaming existiert in verschiedensten Ausprägungen: Darunter versteht man sowohl den kompetitiven oder kooperativen Gamer, der auf PC oder Konsole über Internet mit anderen Spielern auf der ganzen Welt im Wettstreit steht, als auch den Markt exklusiv digital erhältlicher Casual- oder Social-Games sowie Automatenspiele kostenlos von Lapalingo. Einer Erhebung von Statista von 2017 zufolge sind diese Online-Games, die bevorzugt kostenfrei angeboten werden, trotz allem ein sehr umsatzstarker Markt. Waren es 2013 noch knapp 283 Millionen Euro Umsatz, stieg dieser 2016 auf 440 Millionen Euro. Anstatt das Grundspiel zu bezahlen, werden die Umsätze durch Mikrotransaktionen, Spieleinsätze oder Abonnements gewonnen.
Online-Gaming auf dem Vormarsch
Der Etablierung des Smartphones als beliebteste Gaming-Plattform (85 Prozent laut bitkom-Studie) ist es zu verdanken, dass Online-Spiele vermehrt auch in Bevölkerungsschichten und Altersstufen gespielt werden, die sich noch vor zehn Jahren nicht um das Medium gesorgt haben. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der technischen Möglichkeiten sowie des Wachstums der digitalen Gesellschaft, ist davon auszugehen, dass Online-Gaming auch in der nahen und fernen Zukunft vermehrt an Bedeutung gewinnen wird.






