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Surface 3

Tablet Test

Der Erbe des Surface RT

Microsoft Surface 3

Microsoft beerdigt mit dem Surface 3 Windows RT und verpasst dem kleinen Bruder seines High-End-Tablets ein vollwertiges x86-System. Wir haben uns angeschaut, wie sich das neue Tablet im Alltag schlägt.

Was Tablet-Nutzern sofort auffallen dürfte, sind die ungewöhnlich ausladenden Abmaße. Microsofts Geräte waren noch nie dafür bekannt, sonderlich schlank oder leicht zu sein. Mit 622 Gramm ist auch das Surface 3 kein Leichtgewicht, bei einer Tiefe von 8,7 Millimetern zumindest aber nicht mehr ganz so wuchtig wie die Vorgänger. Die Bauqualität lässt nichts zu wünschen übrig. Das Magnesiumgehäuse wirkt fast wie aus einem Guss, fühlt sich ein wenig rau an und liegt dadurch gut in der Hand. Der für Surface-Geräte typische Kickstand ist wieder verbaut, lässt sich anders als der stufenlos verstellbare Ständer des Surface Pro 3 nur in drei Winkeln arretieren. Bei der Nutzung fällt diese Einschränkung aber kaum auf.

Display im 3:2-Format

Etwas ungewöhnlich ist das Bildschirmformat. Wie beim Surface Pro 3 setzt Microsoft auf ein Seitenverhältnis von 3:2, die Auflösung der 10,8-Zoll-Anzeige liegt bei 1.920 x 1.280 Pixeln. Die Darstellungsfläche ist dadurch etwas höher und schmaler als bei Geräten mit dem üblicheren 16:9- oder 16:10-Format, ein Nachteil ist das jedoch nicht. Gerade beim Arbeiten und Surfen ist man so seltener gezwungen, herumzuscrollen. Da die Anzeige gleichzeitig gute Farben liefert und sehr hell ist, macht die Nutzung des Surface 3 selbst im Freien Spaß. Nett auch: Die Anzeige unterstützt den Einsatz von Bedienstiften, was vor allem für Notizen praktisch ist. Mitgeliefert wird der Stylus leider nicht. Die auf der Front- und Rückseite verbauten Kameras mit 3,5 und 8 Megapixeln sind Tablet-typisch eher Mittelmaß. Für einen Schnappschuss oder Videochats genügt es, wirklich beeindruckend ist die Bildqualität allerdings nicht. Angesichts der eher spartanischen Kamera-App scheint Microsoft ohnehin nicht davon überzeugt zu sein, dass man ein Tablet als Ersatz für die Kompaktkamera verwenden wird. Damit dürften die Redmonder durchaus recht haben.

Quad-Core-Chip und bis zu 4 GB RAM

Eine große Neuerung des Surface 3 wurde bereits eingangs erwähnt: Intel hat bei der Entwicklung leistungsfähiger, energiesparender Chips aufgeholt. Der Einsatz von ARM-Prozessoren in Tablets ist also kein Zwang mehr. Folglich verabschiedet sich Microsoft beim Surface 3 vom eher unbeliebten Windows RT und setzt auf ein normales Windows 8.1. Der verbaute Atom x7-8700 ist der stärkste Chip der aktuellen Atom-Generation und bringt das Microsoft-Tablet mit vier Kernen und bis zu 2,6 GHz auf Touren. Im Alltagsgebrauch schlägt sich das Gerät dementsprechend gut. Selbst Office-Arbeiten stellen kein Problem dar. Wer allerdings auf ein Spielegerät hofft, dürfte enttäuscht werden. PC-Titel, die vor 10 Jahren erschienen sind, können zwar passabel laufen, bei aktuellen Top-Spielen kapituliert die Hardware aber. Videoschnitt und Bildbearbeitung sind möglich, wenn auch nicht so schnell, wie auf einem Core i-Gerät. Wer Derartiges plant, sollte zudem den Kauf der teuersten Variante mit 128 GB Speicher erwägen. Diese besitzt als einzige 4 GB RAM, was bei anspruchsvollen Arbeiten dringend nötig ist.

Akkulaufzeit besser als bei den meisten Windows-Tablets

Als Konsumgerät und mobiler Office-PC ist das Surface 3 auch aufgrund der soliden Akkulaufzeit hervorragend geeignet. Wer das Tablet zum Beispiel zum Videoschauen nutzt, kann auch bei voller Display-Helligkeit mit mehr als acht Stunden Laufzeit rechnen. Beim Spielen und Arbeiten ist je nach Anspruch ab sechs Stunden Betriebszeit eine Steckdose gefragt. Für ein recht potentes mobiles Gerät sind das gute Werte.

[RW]


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Pro
bullet Sehr gute Verarbeitung
bullet Gute Leistung
bullet Lange Akkulaufzeit
bullet Scharfes, helles Display

Contra
bullet Relativ Schwer
bullet Lange Ladezeiten

Fazit
Windows RT wird niemand vermissen.


Einzelwertungen
Touchscreen
sehr gut
Display
sehr gut
Grafikleistung
gut
Sound
gut


Kategorie
Windows Tablets

Hersteller
Microsoft

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Das Surface 3 ist ein gelungener Ableger des etwas kostspieligeren Pro-Modells und dürfte vor allem Nutzer zufriedenstellen, die ein Tablet suchen, das Multimedia-Genuss verspricht und gleichzeitig für einfache Arbeiten verwendet werden kann. Genau das liefert Microsoft kombiniert mit hoher Mobilität. Mit der Akkulaufzeit des Surface 3 können es aktuell nur wenige Windows-Tablets aufnehmen. Meist sind die Konkurrenten dafür aber etwas günstiger zu haben.

»Besser als der Vorgänger.«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
26,7 x 18,7 x 0,87
cm
1.280 x 1.920 Pixel
622 Gramm
64/128 GB (erweiterbar)
Erhältlich ab: Q2

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