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Shield Tablet

Tablet Test

Tablet-Gaming wird erwachsen

Shield Tablet

Nvidia hat ein hartes Jahr hinter sich. Seit dem Tegra 3 werden kaum noch Chips des Herstellers in Mobilgeräten verbaut. Mit dem Shield Tablet geht man deshalb in die Offensive und versucht, den Absatz selbst anzukurbeln. Zielgruppe ist dabei ganz klar die Gaming-Community.

Unter der Haube des 8 Zoll großen Geräts steckt mit dem Tegra K1 ein echtes Leistungsmonster, von außen sieht man das dem Tablet jedoch nicht an. Nvidia setzt auf ein schlichtes Design, das dank der zwei Frontlautsprecher entfernt an das HTC One erinnert, ansonsten aber unauffällig bleibt. Der Kunststoff ist vollständig in Schwarz gehalten und auf der Rückseite gummiert. Dadurch liegt das 380 Gramm wiegende Shield Tablet gut in der Hand und bietet dem Nutzer viel Grip. Die Verarbeitung lässt auch abseits davon keine Wünsche offen.

Spitzen-Display, Kamera nur Mittelmaß

Ähnlich sieht es beim Display aus. Mit einer Auflösung von 1.920 x 1.200 Pixeln ist es angenehm scharf und kann dank IPS-Technologie sowohl gute Farben als auch hohe Blickwinkel vorweisen. In Sachen Helligkeit gehört es ebenfalls zu den besseren Tablet-Anzeigen, könnte durchaus aber noch etwas heller sein. Zwar steht der Nutzung im Freien grundsätzlich nichts im Weg, will man sich beispielsweise in düstere Dungeons versenken, könnte es aber schwer werden, etwas zu erkennen. Auf die Kamera hat Nvidia weniger wert gelegt. Ein 5-Megapixel-Objektiv auf der Rückseite muss für Schnappschüsse genügen. Viel mehr kann man auch nicht erwarten. Die Bilder sind blass und wirken verwaschen. Auf der Front ist das gleiche Modul noch einmal verbaut und kann beispielsweise für Twitch-Streaming genutzt werden. Entsprechende Software ist von Haus aus dabei.

Gamer-Hard- und Software

Das ist aber nicht die einzige Anpassung, die Nvidia zugunsten des Spieleeinsatzes vorgenommen hat. Neben einer App, in der neue und alte Games vorgestellt werden, hat man auch ein Mapping-Tool vorinstalliert. Mit diesem lassen sich Android-Spiele per Controller bedienen, auch wenn sie diesen eigentlich gar nicht unterstützen. Auf Tastendruck wird dann eine Eingabe auf dem Touchscreen simuliert. Den Controller gibt es auf Wunsch gleich zum Shield Tablet dazu. Dieser wird drahtlos per WLAN angebunden und ist ebenso gelungen wie das Tablet selbst. Der Vorteil gegenüber normalen Gamepads: Nvidia hat ein Trackpad und Android-spezifische Tasten untergebracht. Damit funktioniert die Bedienung auch dann weitestgehend problemlos, wenn man das Tablet einmal nicht in die Hand nehmen möchte.

Die Kraft der 192 Kerne

Wer gut spielen will, braucht viel Leistung – und von der hat das Shield Tablet reichlich. Im Kern arbeitet mit dem Tegra K1 ein 2,2 GHz schneller Quad-Core-Prozessor, dessen Grafikeinheit beachtliche 192 Kerne beherbergt. Das bietet genügend Rechenleistung, um sogar Spiele wie Half Life 2 zu daddeln, das Shield-exklusiv angeboten wird. 2 GB RAM sorgen zudem dafür, dass auch Multitasking kein Problem ist. Der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Stylus bringt Spielern keine echten Vorteile, macht das Shield Tablet aber zu einem etwas produktiveren Begleiter.

Schnell, aber auch schnell leer

Leider ist es um die Mobilität derart leistungsfähiger Geräte oftmals weniger gut bestellt. Das trifft auch auf diesen Vertreter zu. Wer das Shield Tablet zum Videoschauen nutzt, muss nach etwa 5 Stunden an die Steckdose. Beim Spielen anspruchsvoller 3D-Titel ist unter Umständen schon nach weniger als 2 Stunden Schluss. In dieser Zeit bekommt man dafür dank der beiden Frontlautsprecher einen vernünftigen Klang geboten. Die Speaker bringen es auf eine ordentliche Lautstärke und ausreichend Klangvolumen, ohne zu klirren oder zu übersteuern.

[RW]

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Pro
bullet High-End-Prozessor
bullet Hochauflösendes Display
bullet Praktisches Zubehör
bullet Teils exklusive Spiele

Contra
bullet Akku der Leistung nicht gewachsen
bullet Kamera nur Mittelmaß

Fazit
Nicht nur für Spieler spannend.


Einzelwertungen
Touchscreen
sehr gut
Display
gut
Grafikleistung
sehr gut
Sound
gut


Kategorie
Google Android Tablets

Preis

Aktueller Preis


So testen wir Pfeil

Ralf Winkler

Das Shield Tablet weiß zu begeistern. Auch wenn das Gerät unscheinbar aussieht, kann es die meisten Konkurrenten problemlos in die Tasche stecken. Die Technik ist Highest-End, das Zubehör mit Stylus und optionalen Gamepad außergewöhnlich. Sieht man von der mäßigen Kamera und Akkulaufzeit ab, finden sich bei Nvidias Flachrechner keine störenden Macken. Wer ein Tablet zum Spielen sucht, trifft hier die bestmögliche Wahl.

»Ein wahr gewordener Zocker-Traum.«

Zusatzinformationen

Maße in cm:
Displaygröße:
Auflösung:
Gewicht:
Speicherplatz:
22 x 12,4 x 1
cm
1.920 x 1.200 Pixel
380 Gramm
16/32 GB (erweiterbar)
Erhältlich ab: Q4

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